Oktober 2016

Alle Fragen & Antworten zum Thema Altbausanierung

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 3:53 pm
Gibt es Zuschüsse für die Dämmung der warmwasserleitungen und der obersten geschossdecke?


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 4:13 pm
Hallo, eine Förderung der Dämmung der obersten Geschossdecke sowie der Warmwasserleitungen ist möglich, jedoch gelten dafür bestimmte Vorausetzungen. Abgesehen von der Kfw sind auch regionale Förderprogramme möglich.

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 3:41 pm
Guten Tag liebe Frau Queißer, ich habe vor einiger Zeit eine neue Heizung erhalten (Öl gegen Gas getauscht). Nun wurden die Rohre im Keller überhaupt nicht gedämmt - also die Leitungen (Kupfer) die dort so verlegt wurden. Ist das richtig? Ich habe einmal gelesen, dass Leistungen (Wasser) gedämmt werden müssen, schlißlich laufen warm und kalt ja nebeneinander her? Vielen dank für Ihre Antwort. Beste Grüße Hans Meiser


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 4:03 pm
Hallo Herr Meiser, Gem. Energieeinsparverordnung muss die Wärmeabgabe von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen durch Wärmedämmung begrenzt werden. Ob eine Dämmung notwendig ist, hängt grundsätzlich vom Verlauf der Leitungen sowie vom Innendurchmesser ab.

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 3:34 pm
Guten Tag, ich lese schon fleissig mit! Ich habe ein Haus (Denkmal) erworben. Nun wird mir mittgeteilt, dass ich keine Dämmung aufbringe kann und die Immobilie nur teilweise energetisch sanieren kann. Das war mir leider im Vorfeld nicht bewusst.ich wollte die Arbeiten selber ausführen, aber es muss wohl alles mit dem Denkamlamt abgestimmt werden. Ist das so?


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 3:42 pm
Hallo, Ja, dem ist so. Sämtliche Eingriffe an der thermischen Gebäudehülle und ggf. noch darüber hinaus, müssen mit der zuständigen Denkmalbehörde abgestimmt werden. Denkmäler sind grundsätzlich von den Forderungen der Energieeinsparverordnung befreit. Wenn eine energetische Ertüchtiung der thermischen Gebäudehülle erfolgen soll, so wäre eine Ausführung einer Innendämmung möglich. Allerdings ist dies im Einzelfall zu untersuchen, da der Einbau einer Innendämmung aufgrund der Taupunktverlagerung grundsätzlich bauphysikalisch problematisch ist. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass kein Denkmalschutz für den Innenbereich existiert.

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 3:31 pm
Wir wollen unser Elternhaus verkaufen und brauchen dazu einen Energieausweis. Wer kann/darf den für uns machen?


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 3:31 pm
Den Ausweis für Bestandsgebäude samt Modernisierungsempfehlungen dürfen folgende Fachleute ausstellen: Personen mit berufsqualifizierendem Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Architektur (auch Innenarchitektur), Hochbau, Bauingenieurwesen, technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt der aufgezählten Fachgebiete. Des Weiteren Personen, die für ein zulassungspflichtiges Bau-, Ausbau- oder anlagentechnisches Gewerbe oder für das Schornsteinfegerwesen die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen, sowie Handwerksmeister der zulassungsfreien Handwerke dieser Bereiche und Personen, die aufgrund ihrer Ausbildung berechtigt sind, ein solches Handwerk ohne Meistertitel selbstständig auszuüben. Ferner staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker, deren Ausbildungsschwerpunkt auch die Beurteilung der Gebäudehülle, die Beurteilung von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen oder die Beurteilung von Lüftungs- und Klimaanlagen umfasst. Außerdem müssen die oben erwähnten Personengruppen eine weitere der folgenden Voraussetzungen erfüllen, um Energieausweise ausstellen zu dürfen: Während des Studiums haben sie einen Ausbildungsschwerpunkt im Bereich des energiesparenden Bauens studiert. Nach dem Studium haben sie mindestens zwei Jahre lang Berufserfahrung in wesentlichen bau- oder anlagentechnischen Tätigkeitsbereichen des Hochbaus gesammelt. Sie haben eine erfolgreiche Fortbildung im Bereich des energiesparenden Bauens absolviert, deren Inhalte die EnEV in ihrer 11. Anlage näher bestimmt. Sie sind als vereidigte Sachverständige öffentlich bestellt für ein Sachgebiet des energiesparenden Bauens oder für wesentliche bau- oder anlagentechnische Tätigkeitsbereiche des Hochbaus. Zusätzlich dürfen alle Fachleute Energieausweise für den Bestand ausstellen, die dazu auch bisher im Neubaubereich berechtigt sind. Unabhängig von diesen weiteren Voraussetzungen sind Personen zur Ausstellung berechtigt, die nach bauordnungsrechtlichen Vorschriften der Länder zur Unterzeichnung von bautechnischen Nachweisen des Wärmeschutzes oder der Energieeinsparung bei der Errichtung von Gebäuden berechtigt sind – und zwar im Rahmen der jeweiligen Nachweisberechtigung. In den Übergangsvorschriften sieht die EnEV weiterhin vor, dass außerdem folgende Berufsgruppen die Energieausweise im Wohnbestand bundesweit ausstellen dürfen: Alle sogenannten Vor-Ort-Berater, die sich vor dem 25. April 2007 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) haben registrieren lassen. Des Weiteren alle Energiefachberater im Baustoff-Fachhandel und in der Baustoffindustrie, die ihre Weiterbildung zum Energiefachberater bis zum 25. April 2007 erfolgreich abgeschlossen hatten oder zu diesem Zeitpunkt in Weiterbildung waren und diese erfolgreich abgeschlossen haben und zugleich am 25.4.2007 über eine abgeschlossene Berufsausbildung im Baustoff-Fachhandel oder in der Baustoffindustrie verfügt haben. Außerdem alle Personen, die am 25. April 2007 über eine abgeschlossene Weiterbildung zum Energieberater des Handwerks verfügt haben oder eine solche Weiterbildung vor dem 25. April 2007 begonnen und diese erfolgreich abgeschlossen haben. ... Sie wundern sich sicher, warum diese lange Antwort so schnell kam ;-)) Ganz einfach, wir hatten sie schon lange fertig. Und zwar steht Sie bei unseren FAQs zum Thema "Energieausweis" auf unserer Website. Da lesen Sie noch viel mehr, was Ihnen vielleicht dienlich ist. www.vpb.de/faq-energieausweis.html Viel Glück beim Verkauf. Dazu haben wir übrigens auch noch ein paar Tipps für Sie - www.vpb.de/faq-immobilienverkauf.html

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 3:14 pm
Hallo und danke für das Beratungsangebot. Wur wollen unser Dach neu decken lasen. Natürlich haben wir da Dämmung aus Polystyrol. Sicher auch mit HBCD. Angesichts der Probleme bei der Entsorgung im Augenblick, sollen wir die Arbeiten lieber verschieben? Was raten Sie? Danke!


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 3:35 pm
Hallo, aufgrund der aktuellen Problematik hinsichtlich der Einstufung als Sondermüll wäre es ggf. besser auf alternative, natürliche oder mineralische Dämmstoffe zurückzugreifen. Allerdings ist dies mit höheren Kosten und ggf. zusätzlichen Maßnahmen verbunden.

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 3:04 pm
Hallo! Wir möchten unseren Keller teilweise zum wohnen ausbauen. Für unseren Sohn. Was müssen wir da beachten, sprich müssen wir die neuen Wohnräume dämmen und wenn ja, wie? Danke für Ihre Antwort!


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 3:15 pm
Hallo, grundsätzlich sollten Sie beachten, dass ggf. hohe Kosten entstehen, um aus untergeordneten Räumen, Wohnräume in Untergeschossen zu machen. Die Dämmung der Gebäudehülle sollte in jedem Fall von außen erfolgen. Des Weiteren ergeben sich aufgrund der Nutzungsänderung ggf. Notwendigkeiten der kontrollierten Be- und Entlüftung. Auch hier bietet der Verband entsprechende Einstiegspakete an, um den jeweiligen Aufwand mit Ihnen zu besprechen. www.vpb.de/vpb-einstiegspakete.html

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 2:47 pm
Wir würden schon gern energetisch was an unserem Haus verbessern. Aber wo sollen wir anfangen ? Fragen wir den Schreiner will er uns neue Fenster verkaufen. Wenn wir zum Putzer gegen gibt's eine Dämmung. Aber wie erfahren wir, was wirklich gut für uns ist? Haben Sie da so was wie eine Art Basisberatung?


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 2:47 pm
Ja, eine firmen- und produktneutrale Einstiegsberatung bekommen Sie beim VPB. Schauen Sie sich mal die speziellen VPB-Einstiegspakete an. Für Sie kämen eventuell das Paket "Individueller Sanierungsfahrplan" oder das Paket "Energetische Modernisierung" in Frage. Sie finden alles Wissenswerte dazu hier: www.vpb.de/vpb-einstiegspakete.html

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 2:27 pm
Zunächst vielen Dank, dass Sie so einen Service anbieten. Wir haben ein Haus und noch alte Fenster eingebaut, die Fassde ist nicht gedämmt, nun wurde uns gesagt, dass wir dann keine 3 fach Verglasung nehmen sollten, wenn wir nicht die Fassade dämmen. Können Sie diese bestätigen?


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 2:46 pm
Hallo, nein dies kann ich nicht bestätigen. Auch wenn die Verglasung mit zur thermischen Gebäudehülle zählt, gibt es keinen Zusammenhang zwischen der Ausführung einer Fassadendämmung und der Verglasung der Fensterkonstruktionen. Sinnvoll wäre diese Maßnahme aufgrund des mit hoher Wahrscheinlichkeit relativ geringen Einspareffektes jedoch nicht. Des Weiteren ergibt sich bei einem Austausch der Fensterkonstruktionen die Notwendigkeit eines Lüftungskonzeptes. D. h. es muss nach dem Einbau neuer Fensterkonstruktionen aufgrund des "dichten" Einbaus eine kontrollierte Be- und Entlüftung stattfinden, da sonst das Risiko der Schimmelbildung steigt.

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 2:17 pm
Hallo, muss ich bei einer Instandsetzung die Fassade von meinem Haus zwingend dämmen?


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 2:34 pm
Hallo, grundsätzlich besteht bei einer Bestandsimmobilie der Bestandsschutz. Sollten Flächenanteile der thermischen Gebäudehülle beschädigt sein und eine entsprechende Instandsetzung notwendig werden, so können diese instand gesetzt werden, d. h. sie müssen nicht energetisch ertüchtigt werden. Die Energieeinsparverordnung gibt für neu herzustellende Bauteile gewisse Bagatellgrenzen vor. Erst bei einer Überschreitung dieser Grenzen muss das jeweilige neu hergestellte Bauteil eine bestimmte energetische Qualität aufweisen. Die Ausführung eines Neuanstrichs eines Gebäudes fällt nicht unter eine Instandsetzung.

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 2:14 pm
Wie kann ich schon im Vorfeld abschätzen, ob sich die energetische Sanierung meines Hauses lohnt und mit welchem Einsparpotential ich rechnen kann?


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 2:15 pm
In der Tat hat sich gezeigt, dass das Einsparpotential durch Sanierungsmaßnahmen sehr schwankt. Selbst bei vergleichbaren Objekten und Maßnahmen gab es hier erhebliche Unterschiede. Dies liegt unter anderem daran, dass die Berechnungen oftmals auf Annahmewerten, sogenannten Bedarfswerten beruhen. Um eine genauere Berechnung des möglichen Einsparpotentials zu erhalten, ist es hilfreich, im Vorhinein die tatsächlichen Verbrauchswerte zu ermitteln. Dies kann auch durch Vorlage der letzten Rechnungen über Stromverbrauch, Heizöllieferungen etc. erfolgen. Werden diese Werte als Berechnungsgrundlage genommen, kann eine genauere Ermittlung des Sparpotentials erfolgen.

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 2:10 pm
Worin liegt ihrer Meinung nach der Vorteil von Wand- bzw. Deckheizungen?


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 2:25 pm
Hallo, der wohl größte Vorteil ist die Unsichtbarkeit der Heizflächen. Allerdings unterscheiden sich die Systeme nicht sonderlich von Fußbodenheizungen, d. h. es handelt sich aufgrund der relativ großen Flächen stets um lange Leitungswege und daraus resultierender Trägheit. Ein weiterer Vorteil ist z. B. bei ausreichender Deckenhöhe die nachträgliche Ausführung, ohne den Fußboden komplett abzubrechen und neu herzustellen.

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 2:04 pm
Hallo, lohnt es sich unter energetischen Gesichtspunkten Dachflächenfenster auszutauschen? Bei Fenstern heißt es doch immer, alle 10 Jahre sei die Technik überholt. Trifft das auch auf DFF zu? Danke!


VPB replied:
on Oktober 21, 2016 2:17 pm
Hallo, grundsätzlich hängt dies von den betroffenen Flächenanteilen ab bzw. von der Stückzahl der vorhandenen DFF. Ebenso interessant wäre die energetische Qualität (U-Wert) der vorhandenen Fenster, um den Einspareffekt im Vorfeld abschätzen zu können. Allerdings wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der Unterschied zwischen einem 10 Jahre alten Dachfenster und einem heutigen nicht so groß sein, dass sich eine Amortisierung der Kosten in einem angenmessenen Amortisierungszeitraum einstellt.

Bauherr asked:
on Oktober 21, 2016 1:17 pm
Wir wohnen schon seit einigen Jahren in unserem selbstgenutzten Eigenheim. Aufgrund unserer finanziellen Situation können wir uns eine umfangreiche Sanierung nicht leisten. Sind wir trotzdem verpflichtet, eine energetische Sanierung durchzuführen?

 

VPB replied:
on Oktober 21, 2016 2:03 pm
Wenn Sie schon vor dem 01.02.2002 in Ihrem Einfamilienhaus gewohnt haben, sind Sie dazu nicht verpflichtet. Andernfalls besteht die Möglichkeit, sich aufgrund von sogenannter „unbilliger Härte“ von der Pflicht befreien zu lassen. Dies ist im § 25 der EnEV 2014 geregelt. Dabei kommt es darauf an, dass die Aufwendungen für die Sanierungsmaßnahmen nicht innerhalb einer angemessenen Frist durch die entstehenden Einsparungen erwirtschaftet werden können. Hierfür stellen Sie einen Befreiungsantrag an die zuständige Baubehörde. Es handelt sich jedoch um eine Entscheidung im Einzelfall. Vor der Antragstellung sollten Sie sich durch einen Sachverständigen beraten lassen.

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 3:56 pm
Wir wollen Energie sparen und unser Haus dämmen. Wie dick muss denn die Dämmung auf einer Wand aus den 50er Jahren mindestens sein, damit man Energie spart?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 3:56 pm
Antwort: Das kommt darauf an, wie dick Ihre Außenwände sind und vor allem, aus welchem Material sie bestehen. Fangen Sie mit der Sanierung andersherum an! Lassen Sie erst einmal Ihr Haus vom Bausachverständigen begutachten, um zu sehen, was bei Ihnen wirklich sinnvoll ist. Es gibt ja außer Wärmedämmung noch viele andere Methoden, um Energie zu sparen, etwa eine neue Heizung. Sie müssen die für Ihr Haus bauphysikalisch passende Lösung finden.

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 3:50 pm
Lohnt es sich, die alten, mit Mäusegitter versehenen Kellerfenster zu tauschen durch richtige Fenster?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 3:51 pm
Wenn Ihr Keller nicht beheizt ist und Sie die Kellerdecke gedämmt haben – nein!

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 3:29 pm
Wo bekommen wir eigentlich aktuell die meisten KfW-Mittel?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 3:30 pm
Optimal fahren Sie, wenn Sie zum Beispiel ein KfW-40-Haus bauen, eventuell als Doppelhaus. Dazu bekommen Sie bis zu 100.000 Euro an zinsgünstigen Darlehen und einen zehnprozentigen Tilgungszuschuss. Bei einem Haus mit KfW-40-Plus-Standard beträgt der Tilgungszuschuss sogar 15%. Dazu kommt noch die Förderung des Sachverständigen mit bis zu 4.000 Euro.

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 3:28 pm
Im Zuge einer energetischen Fenstersanierung wurden viel zu kleine Fenster eingebaut. Zwischen Rahmen und Mauerwerk sind rundherum zwischen 30 und 35 mm Abstand. Weil auch die Dichtungsbänder vergessen wurden, musste jetzt ein von der Hausverwaltung beauftragter Sachverständiger die Mängel feststellen. Der Fensterfachmann meinte aber, dass man vor Gericht den großen Abstand als gravierenden Mangel nicht durch bekommt. Ist das richtig? Erfüllt man mit einer solchen Fuge noch die KfW-Norm? Bedeuten zu kleine Fenster nicht auch weniger Licht in den Räumen? Muss man das hinnehmen?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 3:39 pm
Üblicherweise beträgt die Fuge umlaufend etwa 10 bis 15 mm. Ohne triftigen Grund davon abzuweichen ist ein Mangel. Auch deshalb, weil – wie Sie richtig festgestellt haben – weniger Licht in die Räume kommt. Die energetischen Anforderungen der KfW können aber auch mit einer breiteren Fuge erfüllt werden, wenn Sie technisch richtig ausgeführt ist: Wärmegedämmt, Luft- und Schlagregendicht.

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 3:20 pm
Wir überlegen ob wir in usnerem Altbau eine Pelletheizung einbauen. Kann ich das Lager dazu im alten Keller einbauen? Brauche ich dazu a. Baugenehmigung? b. besondere Voraussetzungen? c. gibt es Zuschüsse zu Heizung und/oder Lager?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 3:27 pm
Pelletheizungen werden von der Bafa gefördert. (http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/biomasse/index.html) Kellerräume sind, sofern ausstreichend trocken, grundsätzlich als Lager geeignet. Allerdings müssen Sie natürlich Brandschutzvorschriften beachten, z. B. bei Holzbalkendecken oder bei großen Lagermengen. In Hessen ist die Auswechslung von Feuerstätten bis 350 kW Nennwärmeleistung baugenehmigungsfrei, allerdings müssen Sie einen Sachverständigen für Energieerzeugungsanlagen und eine Fachfirma beauftragen. Die Regelungen in anderen Bundesländern können aber abweichend sein!

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 3:12 pm
Es heißt immer, Fenster sind nach zehn Jahren technisch veraltet. Wie ist das mit Dachflächenfenstern? Wann lohnt sich der Austausch?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 3:19 pm
So pauschal kann man das nicht sagen, aber gerade bei Fenstern hat sich in den letzten Jahre viel getan. Zunächst könnten Sie nachsehen, welchen U-Wert (das Maß für die Wärmedämmung) die Verglasung hat. Diese Angabe finde Sie i.d.R. im Glaszwischenraum eingeprägt. Evtl. steht dort aber auch nur ein Datum oder eine Produktionsnummer. Damit können Sie dann beim Hersteller die Werte erfragen. Erst dann kann eine Aussage gemacht werden, um wie viel ein neuen Fenster besser wäre, als das alte.

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 3:04 pm
Ich höre immer wieder, ich bräuchte einen Sachverständigen, wenn ich KfW-Mittel einsetze, etwa, um neue Fenster einzubauen. Warum eigentlich? Mein Handwerker ist doch auch Energieberater?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 3:05 pm
Viele Handwerker sind in ihrem Fach erfahrene Experten. Aber sie beschäftigen sich in der Regel nur mit ihrem eigenen Gewerk – der Fensterbauer mit Fenstern, der Heizungsbauer mit Heizung und so fort. Bei Energieeffizienzmaßnahmen geht es aber selten nur um ein einzelnes Gewerk. Sanierungsmaßnahmen müssen im Zusammenhang mit dem Haus betrachtet und bauphysikalisch auf die Immobilie abgestimmt werden. Das kann der speziell ausgebildete Sachverständige. Nur qualifizierte Fachleute können sich in der KfW-Liste eintragen lassen. Die KfW schaltet die Sachverständigen zur Qualitätssicherung ein. Schließlich werden die Zuschüsse aus öffentlichen Steuergeldern bezahlt, da muss alles seine Ordnung haben. Und Sie als Bauherren möchten ja auch sicher sein, dass sie optimal beraten und die Arbeiten auch technisch korrekt ausgeführt werden.

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 3:01 pm
Wir brauchen eine neue Heizung und würden am liebsten wieder Gas nehmen. Ist das noch zeitgemäß? Irgendwie hat man ja heute dauernd ein schlechtes gewissen wegen der Umwelt. Aber wir müssen ja auch rechnen.


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 3:09 pm
Gas ist endlich und bei der Verbrennung wird Co2 freigesetzt. Allerdings ist es eine recht preiswerte Art zu heizen, insbesondere, wenn Sie die Gasversorgung bereits im Haus haben. Bei unvermeidbar hohen Energieverbräuchen z. B. in denkmalgeschützten Altbauten kann der umstieg auf Holzpellets u. U. auch wirtschaftlich sinnvoll sein. Insgesamt ist aber die Energie, die Sie z. B. dank besserer Dämmung erst gar nicht verbrauchen, die billigste und ökologischste! Lassen Sie sich von einem unabhängigen Energieberater vor Ort beraten!

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 2:53 pm
Wir brauchen eine neue Haustür. Gibts dazu auch Zuschüsse? Habe irgendwo gelesen, daß man da was mit energiesparend und Einbruchschutz kombinieren kann. Würde sich anbieten.


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 3:00 pm
Der Austausch einer alten Haustür gegen eine neue mit besserer Wärmedämmung ist grundsätzlich durch die KfW förderfähig. www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Zuschuss-(430)/ Allerdings darf die neue Tür einen U-Wert (das Maß für die Wärmedämmung) von 1,3W/m²K nicht überschreiten. Den Förderantrag müssen Sie bei der KfW einreichen, bevor sie die Tür bestellen!

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 2:45 pm
Kann man einen alten Keller nachträglich noch wärmedämmen? Und wenn ja, wie - ohne sich dabei finanziell zu ruinieren?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 2:51 pm
Was wollen Sie dämmen? Die Kellerdecke ist meistens recht einfach (s. im Chat weiter unten). An den Wänden wird es schon schwieriger. Bei einer Dämmung von Außen müssten Sie natürlich mit hohem Kostenaufwand aufgraben. Daher bieten sich hier Innendämmungen an. Diese sind aber bauphysikalisch anspruchsvoll. Außerdem muss sichergestellt sein, das der Keller auch dicht gegen von außen eindringendes Wasser ist. Hier sollten Sie unbedingt einen Experten zu rate ziehen, der die Situation vor Ort beurteilen kann!

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 2:38 pm
Hallo, wir wollen bauen und haben beim VPB gelesen, dass wir uns da vor dem Bauen die Pläne und Berechnungen aushändigen lassen sollen. Die Firma hat uns jetzt ein paar Fotokopien in die Hand gedrückt, reicht das denn? wir haben den Vertrag noch nicht unterschrieben Was raten Sie uns?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 2:43 pm
Nein, ein paar Fotokopien reichen erfahrungsgemäß keinesfalls. Am besten, Sie lassen sich beim nächstgelegenen VPB-Büro einen Termin geben und besprechen mit dem Berater, was Sie im einzelnen brauchen. Das lassen Sie sich dann von der Firma geben. Unterschreiben würde ich bis dahin an Ihrer Stelle erst mal nichts. Wir haben einen VPB-Ratgeber zum Thema Bauunterlagen. Da haben Sie schon einmal einen groben Überblick, was Sie haben sollten. Den finden Sie hier: www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Bauunterlagen.pdf

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 2:28 pm
Wir wollen eine Wohnung kaufen, die gerade gebaut wird. Koennen Sie die Baustelle auch besuchen, um zu pruefen, ob wir keinen teuren Pfusch bezahlen? Freunde sind da naemlich sehr reingefallen!


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 2:33 pm
Das ist eines der Haupttätigkeitsfelder der VPB-Berater! Ich empfehle Ihnen möglichst frühzeitig (vor Vertagsabschluß/vor Baubeginn) mit Ihrem Regionalbüro Kontakt aufzunehmen um die sinnvollste Vorgehensweise zu besprechen. Wenn die Wohnung gerade im Bau ist, dann muss ja nicht nur Ihr Sondereigentum kontrolliert werden, sondern Sie sollten auch ein Auge auf das ungleich größere Gemeinschaftseigentum haben. Am besten, Sie wenden sich an das nächstgelegene VPB-Büro und informieren Sich dort einmal telefonisch, wie das bei uns läuft. Das nächstgelegene Büro finden Sie hier: www.vpb.de/berater-finden.html

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 2:24 pm
Ich ab gehört, die Energieeffizienz-Label bei Heizungen seien gar nicht so aussagekräftig. Auf was kann ich mich denn da verlassen?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 2:25 pm
Das ist eine komplexe Sache: Energieeffizienz-Label erleichtern per se die Auswahl technischer Geräte. Klassisches Beispiel ist der Kühlschrank. Jeder Laie erkennt sofort: Ein Etikett mit dunkelgrünem Pfeil und der Bezeichnung „A+++“ verbraucht weniger Strom als ein Gerät mit rotem Pfeil und „D“. Seit einem guten Jahr müssen nun auch Heizungen und Warmwassererzeuger mit Energie-Etiketten versehen werden. Das ist an sich begrüßenswert, aber die Label stiften eben auch Verwirrung, weil die Effizienzklasse an sich noch keinen Rückschlussschluss auf die tatsächlichen Verbrauchskosten später erlaubt. Wer eine A+++-Heizung im Keller hat, der hat unter Umständen trotzdem höhere Rechnungen als jemand mit „B“-Gerät. Das neue Effizienz-Etikett lässt nämlich die Kosten der Energieträger außer Acht. Es berücksichtigt nicht, ob eine Heizung mit Strom, Gas, Öl oder Pellets betrieben wird. Die Energieträger sind aber unterschiedlich teuer. Während etwa Strom mit 25 bis 26 Cents pro Kilowattstunde (kWh) recht teuer ist, kostet Heizöl bei vergleichbarer Leistung nur 6 Cents/kWh. Ein Liter Heizöl enthält nämlich rund 10kWh Energie. Das geht aus dem Label aber nicht hervor. Lassen Sie sich unbedingt unabhängig beraten, dann bekommen Sie das optimale Gerät oder System für Ihre Bedürfnisse.

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 2:19 pm
Lohnt es sich, die Kellerdecke zu dämmen?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 2:20 pm
Absolut! Das bringt viel. Das Material ist mit rund 25 Euro pro Quadratmeter auch nicht sehr teuer, und Sie können das sogar in Eigenleistung machen. Sprechen Sie aber vorher noch mal mit Experten, nicht dass Sie sich beim Einbau von brennbarem Dämmstoff im Heizungskeller eine Brandlast ins Haus holen.

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 2:13 pm
Unser Haus ist eigentlich gar nicht so schlecht, nur die Fenster sind noch einfach verglast. Die würden wir gerne erneuern. Aber es heißt immer, man müsse Fenster und Fassadendämmung gleichzeitig machen. Sollen wir lieber auf neue Fenster verzichten?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 2:14 pm
Nein, selbstverständlich können Sie auch nur Ihre Fenster austauschen. Das ist auf alle Fälle sinnvoller, als ganz darauf zu verzichten! Durch neue Fenster sparen Sie viel Energie. Problem dabei ist allerdings: Sie verändern das bauphysikalische Gefüge Ihres Hauses. Bislang waren die Fenster der kälteste Punkt der Außenwand. Dort schlug sich die Feuchtigkeit als Kondensat nieder. Sie kennen das von kalten Nächten, dann hatten Sie morgens immer beschlagene Fensterscheiben. Ab sofort wird dieser kälteste Punkt, an dem die feuchte Luft kondensiert, nicht mehr am gut gedämmten Fenster liegen, sondern irgendwo auf der Außenwand. Eventuell hinter einem Schrank. Dort schlägt sich nun die Feuchtigkeit nieder. Wenn Sie das nicht bemerken, kann es an diesen Stellen zu Schimmelbildung kommen. Sie sollten deshalb zwei Dinge tun, zum einen Fenster wählen, deren u-Wert schlechter ist als der der Wände, zum anderen sollten Sie nach dem Fenstertausch konsequent lüften, also mehrmals täglich Stoß- und Querlüften. So können Sie dem Schimmel vorbeugen. Sie müssen dabei aber sehr konsequent sein!

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 2:04 pm
Hallo, guten Tag, ich will mein altes Haus um einen ganzjährigen Wintergarten erweitern. Jetzt behauptet mein Nachbar, dann müsste ich auf jeden Fall das alte Haus gleich noch mitdämmen. Kann das sein? Haus ist Bj 1959, hat 36er Wände, neues Dach, gedämmt, neue Erdgasheizung… mehr lohnt sich doch gar nicht. Oder wie ist das? Danke für die Antwort!


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 2:08 pm
Einen Zwang, das Haus zu dämmen gibt es nicht. Es kann aber dennoch sinnvoll sein – das hängt von den verwendeten Wandbaustoffen ab. Gebäude aus den 50er-Jahren haben z. T. hohe Energieverluste über die Wände!

Bauherr asked:
on Oktober 7, 2016 2:01 pm
Hallo, Herr Clobes, wir würden gerne Energie sparen, haben aber aktuell kein Geld, das wir in Haustechnik oder Dämmung investieren könnten. Was können wir tun?


VPB replied:
on Oktober 7, 2016 2:02 pm
Es gibt viele kleine Schritte, die Energie sparen und nicht die Welt kosten: • Lüften Sie richtig ! Dazu haben wir übrigens einen VPB-Ratgeber! • Suchen Sie sich einen preiswerten Strom- und Gasanbieter. • Lassen Sie Heizungs- und Lüftungstechnik regelmäßig warten. • Nutzen Sie intelligente Stromzähler und ziehen Sie aus den Messergebnissen im Alltag auch Konsequenzen. • Denken Sie auch an Details: Installieren Sie Temperaturregler und Durchflussbegrenzer in Bad und Küche. • Reduzieren Sie die Brauchwarmwassertemperatur an der Heizung auf das tatsächlich Notwendige. • Wenn Sie die (Sondermüll!) quecksilberhaltigen Energiesparlampen nicht möchten, wählen Sie LEDs, die werden immer günstiger. Zum Stichwort richtig lüften, lesen Sie am besten den VPB-Ratgeber »Lüften, aber richtig« – Download gleich hier: www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Richtig-lueften.pdf