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Ausgabe vom 15. April 2020


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Corona: VPB-Regionalbüros und Bauherrenberater sicher erreichbar

Das Corona-Virus beeinträchtigt das Baugeschehen. Das verunsichert private Bauherren. Wir fassen in diesem Newsletter für Sie aktuelle Entwicklungen und relevante Gesetze zusammen, die für Bauherren und Hauseigentümer wichtig sind. Allerdings können wir nicht in die Zukunft sehen und keine verbindlichen Lösungen empfehlen. Bleiben Sie wachsam und holen Sie sich im Zweifel immer Rat! Unabhängige, sachverständige Bauberatung ist aktuell wichtiger denn je. Die Experten aus den Netzwerken der VPB-Büros sind für Sie da! Damit der empfohlene Sicherheitsabstand gewahrt werden kann, bieten viele VPB-Bauherrenberater auch Telefon- oder Online-Beratungen an – immer nach dem VPB-Motto: "Bauen, aber sicher!" Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Regionalbüro oder direkt bei Ihrem Bauherrenberater nach sicheren Kontaktmöglichkeiten.

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Corona: Über drohende Verzögerungen frühzeitig reden

Immer mehr Firmen teilen ihren Auftraggebern mit, dass Heizungs-, Elektro- und Lüftungsinstallationstechnik, die im Ausland produziert wird, nicht rechtzeitig geliefert und deshalb nicht eingebaut werden kann. Korrekterweise sollten Baufirmen das in einer sogenannten Behinderungsanzeige den Bauherren mitteilen, jedenfalls wenn ein VOB/B-Vertrag vorliegt. Dabei muss allerdings geklärt werden, ob das Fehlen der Teile tatsächlich auf der Corona-Krise beruht und nicht nur ein willkommener, vorgeschobener Grund für einen ohnehin zurückliegenden Bauunternehmer ist. Streit hilft aktuell aber niemandem weiter. Der VPB rät: Bauherren sollten mit ihren Firmen reden - im Sinne des werkvertraglichen Kooperationsgedankens und je früher, desto besser.



 

Corona: Ausweichen auf andere Produkte genau abwägen

Können Bauteile oder Anlagen nicht geliefert werden, stellt sich die Frage, ob die nicht lieferbaren Teile geschuldete Leistung sind oder ob diese durch andere - noch lieferbare - ersetzt werden können. Das hängt davon ab, ob vertraglich nur der Bauwerkserfolg und nicht auch die genauen Teile zur Erreichung der Leistung vereinbart worden sind. Hier allerdings reicht es in der Regel nicht, wenn in AGB das nicht lieferbare Fabrikat und "oder gleichwertig" benannt sind, denn dieser Leistungsänderungsvorbehalt ist als AGB zu unpräzise. Der VPB rät Bauherren in diesen Fällen zum Gespräch mit der Baufirma. Eventuell können die Firmen auf technische Alternativen ausweichen, die nicht vertraglich geschuldet sind. Die Alternativen sollten Bauherren dann aber erst mit ihrem VPB-Berater besprechen, bevor sie ihnen zustimmen, damit die vorgeschlagene Lösung auch wirklich zu Planung und Berechnungen passt.



 

Corona: Wohnung besser noch nicht kündigen

Ein großes Problem für viele Bauherren ist der Fertigstellungstermin, den die Baufirma nun eventuell nicht halten kann. Damit verschiebt sich der Umzug. Wer kann, sollte die Kündigung der Mietwohnung lieber etwas hinauszögern. Ob die Baufirmen bei Einzugsverzögerungen haften und notfalls sogar die Hotelkosten übernehmen müssen, ist ungewiss. Denn Schadensersatzansprüche setzen immer Verschulden voraus. Die Beweislast dafür trägt zwar die Firma, aber angesichts der Pandemie ist das Führen eines Entlastungsbeweises im Einzelfall gut denkbar. Überhaupt muss für Verzug die Leistung erst einmal fällig sein. Wenigstens die Bauzeit muss zwar in Bauträgerverträgen und Verbraucherbauverträgen seit 2018 angegeben werden. Es finden sich aber viele Klauseln in den Verträgen, die eine Verlängerung der Bauleistungszeit vorsehen.

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Corona: Baustopp eventuell höhere Gewalt

Zu den viele Klauseln in den Verträgen, die eine Verlängerung der Bauleistungszeit vorsehen, gehört auch "höhere Gewalt". Es ist gut denkbar, dass die Corona-Krise am Ende darunter gefasst wird – wobei im Einzelnen geklärt werden muss, was zur Bauzeitverzögerung geführt hat. Das kann dauern. Bauherren, die jetzt von einer Bauzeitverzögerung betroffen sind, sollten sich also überlegen, ob sie mit allen Mitteln auf ihrem – vielleicht nur vermeintlichen – Recht bestehen und ins Hotel ziehen. Ein Umzug ins Hotel heißt ja auch: Einlagerung der Möbel, unnötige Kontakte in Zeiten, in denen Distanz geboten ist, Stress beim Leben aus dem Koffer, Probleme bei der täglichen Versorgung der Familie, solange Hotels, Restaurants, Reinigungen und andere Dienstleister nicht oder nur eingeschränkt arbeiten dürfen. Eine Verschiebung des Umzugs kann in diesem Fall die Nerven schonen. Zum Schluss bleibt auch immer die Frage, ob viele Bauherren, die ihre finanziellen Rechte gegenüber einer Firma geltend machen, am Ende auch tatsächlich zu ihrem Geld kommen oder gemeinsam die Firma in die Insolvenz treiben.



 

Corona: Wenn der Bau plötzlich ruht, selbst nach dem Rechten sehen

Was sollten Bauherren tun, wenn die Baufirma den Bau einstellt, zum Beispiel, weil zu viele Mitarbeiter krank sind oder unter Quarantäne stehen? Dann ist die Baustelle eventuell von einem Tag auf den anderen verwaist. Gelieferte Materialien stehen ungeschützt im Freien, Regen kann in offene Mauerkronen eindringen. In der Regel ist die Firma für die Baustelle zuständig, aber es nutzt nichts, darauf zu pochen, wenn sich objektiv niemand kümmern kann. Der VPB rät Bauherren, die auf eigenem Grundstück bauen, in diesem Fall mit dem Bausachverständigen die Baustelle zu kontrollieren und zu prüfen, was schlimmstenfalls passieren könnte. Wenn die Firma trotz Aufforderung nötige Schutzmaßnahmen nicht in der gebotenen Kürze durchführt, sollten Bauherren ihre Baustelle selbst schützen, eventuell durch Beauftragung einer anderen Firma. Dazu muss aber der Zustand der Baustelle vor und nach den Sicherungsmaßnahmen durch den Sachverständigen genau dokumentiert werden, um bei späteren Streitigkeiten über Mängel und Schäden genügend Nachweise an der Hand zu haben. Und nicht vergessen: Sie haben als Grundstückseigentümer auch die Verkehrssicherungspflicht! Schon deshalb sollten Sie ab und an nach dem Rechten sehen!





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Corona: Keine voreilige oder schriftliche Abnahme

Weil Baufirmen nun unter Druck stehen, versuchen manche, fast fertige Bauten möglichst schnell abzuwickeln und abzurechnen. Sie schicken den Bauherren die Aufforderung zur Abnahme mit Fristsetzung. Auf dieses Schreiben sollten Bauherren auch reagieren. Allerdings müssen sie den Bau nicht abnehmen, nur weil die Firma das verlangt. Und eine fiktive Abnahme, über die gegenüber Verbrauchern auch in Textform zu informieren ist, damit sie wirksam werden könnte, setzt die Fertigstellung des Bauwerks voraus. Auch hier rät der VPB zur Baustellenbegehung mit dem eigenen Sachverständigen. Keinesfalls sollten Bauherren die Abnahme einfach schriftlich erklären. Bauherren sollten aber auch ihrerseits keinen Zeitdruck aufbauen, sie sind nämlich für die Einhaltung der allgemeinen Grundsätze des Arbeitsschutzes nach Maßgabe der Baustellenverordnung auf ihrer Baustelle mitverantwortlich. Ein Drängen auf Fertigstellung des Bauvorhabens auf dem Rücken der Gesundheit der Beschäftigten geht gar nicht!

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Corona: Zeit zur Planung nutzen

Wer in diesem Sommer mit dem Hausbau beginnen wollte, sollte die Zeit des aktuellen Stillstands nutzen, um seine Immobilie sorgfältig zu planen. Gute Vorbereitung zahlt sich immer aus. Solange noch nichts genehmigt oder bestellt ist, sind Änderungen und Anpassungen des Grundrisses und der Haustechnik problemlos machbar. Der VPB rät: Planen Sie bei Ihrem Haus auch familiäre Veränderungen in der Zukunft gleich mit ein! Und bedenken Sie auch: je kleiner die zukünftige Wohnfläche ist, umso preiswerter werden Hausbau und spätere Unterhaltung. Bei einem gut geplanten Objekt geht Verzicht auf Wohnfläche nicht zu Lasten des Komforts.

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Corona: Bauherren können Darlehen stunden lassen

Private Bauherren, die durch Corona in Zahlungsschwierigkeiten geraten, können seit 1. April 2020 Zins-, Tilgungs- und Kreditrückzahlungen für Verbraucherdarlehen für zunächst drei Monate stunden lassen. Das regelt das neue Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht, das Bundestag und Bundesrat Ende März verabschiedet haben. In dieser Stundungsphase dürfen die Banken den Kredit nicht wegen der coronabedingten Nichtbedienung kündigen. Der Vertrag muss vor dem 15. März 2020 abgeschlossen worden sein. Dann gilt, dass Ansprüche des Darlehensgebers auf Rückzahlung, Zins oder Tilgungsleistungen, die zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 fällig werden, mit Eintritt der Fälligkeit für die Dauer von drei Monaten gestundet werden. Das Sondergesetz betrifft allerdings nicht Geldzahlungsforderungen der Bauunternehmer, Planer, Handwerker aus Werk-, Bauträger-, Bau- und Verbraucherbauverträgen.

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Corona: Lastenzuschuss für Hauseigentümer

Eine weitere Möglichkeit, das Eigenheim durch finanziell schwierige Zeiten zu retten, ist der sogenannte Lastenzuschuss, das Wohngeld für Immobilieneigentümer. Der Lastenzuschuss wird in der Regel für ein Jahr bewilligt, danach ist ein neuer Antrag erforderlich. Antragsformulare gibt es bei der zuständigen Wohngeldstelle bei Kreis oder Kommune. Ob jemand im Falle eines Falles zum Kreis der Berechtigten gehört und wieviel Geld er bekommt, das hängt von drei Faktoren ab: der Anzahl der Haushaltsmitglieder, dem Gesamteinkommen und der Belastung vor allem durch den Baukredit.

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Corona: Nutzen Sie die Zeit zum Frühjahrscheck

Viele nutzen die Zeit daheim für den Frühjahrsputz. Machen Sie auch gleich den Frühjahrscheck für Haus und Garten! Der VPB-Ratgeber hilft dabei mit praktischen Checklisten! Wegen Corona halten wir inzwischen natürlich alle mehr Abstand voneinander. Das Foto entstand vor der Krise. Aber der nötige Abstand lässt sich bei der Baukontrolle und Beratung gut einhalten. Alle VPB-Büros haben damit viel Erfahrung und können gegebenenfalls auch online den Kontakt zu den Bauherren halten.



 

Corona: Endlich Zeit für den Baumhausbau!

Nach dem Einzug erfüllen viele Eltern ihren Kindern einen sehnlichen Wunsch – das eigene Baumhaus! Auch dabei sollten die Erwachsenen einiges bedenken: Das Baumhaus muss sicher sein und den nötigen Abstand zum Nachbargrundstück halten. Überschreitet die luftige Spielstätte zudem eine gewisse Größe, braucht die Familie unter Umständen sogar die behördliche Genehmigung. Deshalb gilt auch beim Baumhausbau: Erst fragen, dann montieren. Erfahren Sie hier, wie Sie Haus und Garten kindersicher machen können.



 

Corona-Tipp: Briefkasten nach Bedarf wählen

Viele Menschen lassen sich im Augenblick Ware nach Hause liefern. Solange dort jemand die bestellten Pakete in Empfang nimmt, ist das alles kein Problem, was aber, wenn wir alle wieder im Büro arbeiten? Dann brauchen Sie eventuell einen größeren Briefkasten. Denken Sie also bei der Auswahl dieses wichtigen Bauelements nicht nur an Farbe und prämiertes Design, sondern auch an Ihren zukünftigen Bedarf. Wer öfter Pakete bekommt, sollte sich überlegen, ob er nicht gleich den Platz für eine veritable Übergabestation einplant.



 

Einstiegspaket in Corona-Zeiten: Grundfragen des Wohneigentums

Wer jetzt noch nicht baut, sondern erst darüber nachdenkt, sollte dieses Phase nutzen und sich ausgiebig über Bau und immobilienbesitz informieren. Dazu eignet sich das VPB-Einstiegspaket "Grundfragen des Wohneigentums". Das können Sie auch verschenken – im Übrigen völlig kontaktlos!



 

Lesestoff: Neues Bauvertragsrecht

NewsletterWie gesagt: Pandemiezeit ist Planungszeit! Und auch das gehört zur guten Vorbereitung des Bauens: Lernen Sie das neue Bauvertragsrecht kennen! Es bringt Ihnen als Verbraucher Rechte und Transparenz – Sie müssen die Vorzüge aber zu nutzen wissen!

Für Laien aufbereitet und verständlich beschrieben hat es der VPB in der kostenlosen Broschüre "Neues Bauvertragsrecht – Informationen für Verbraucherbauherren".

Laden Sie es gleich hier herunter!


 



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Gute Architektur: Häuser-Award für kleine Häuser

Klein und fein sind die Preisträger des Häuser-Award 2020. Gesucht waren: "Die besten kleinen Häuser". VPB-Präsident Thomas Penningh, der der Jury angehört, lobte die prämierten Objekte. Sie zeigten, dass gute Architekten im Grunde in jeder Lücke und auf jedem noch so kleinen Eckgrundstück etwas Gutes bauen könnten. "Ein Ansatz für die Zukunft heißt dabei sicherlich Suffizienz! Wir sollten lernen, mit dem Nötigen auszukommen und lieber auf 100 Quadratmetern Wohnfläche individuelle Raumkonzepte entwickeln, als auf 200 Quadratmetern einfallslose, teure Standardhäuser zu bauen." Lesen Sie mehr dazu im VPB-Leitfaden "Zukunftsthema Suffizienz – Klasse statt Masse". Die Preisträger finden Sie hier

Im Bild: 2. Haus "Baulücke" in Köln (Deutschland)
Architekt: Wolfgang Zeh, Fotos: © HÄUSER / Sabrina Rothe



 

Frage der Woche: Bauen Sie selbst?

Am 9. März, zu Beginn der Corona-Krise, wollten wir von unseren Internetlesern wissen: Bauen Sie selbst? Damals waren die Antworten eindeutig: Niemand baut selbst. Aber 50 Prozent trauen sich immerhin an Heimwerker- und kleinere Reparaturarbeiten. Ob sich das inzwischen geändert hat? Bleiben Sie vorsichtig! Auch wenn Sie jetzt Zeit zum Bauen haben, weil Sie den Urlaub zu Hause verbringen. Bauen ist etwas für Profis! Eigenleistung muss genau abgestimmt und vertraglich vereinbart werden. Außerdem müssen Sie sich und Ihre Helfer versichern! Wissenswertes dazu lesen Sie hier.

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit!" Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...


 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern kostenlose E-Paper beliebter Bauzeitschriften. Das spart Mitgliedern in Corona-Zeiten den Ganz zum Zeitschriftenhandel!



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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