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Baupraxis Schadstoffe

Sie leiden an Allergien, Heuschnupfen, Asthma? Ihr Arzt weiß nicht, woher Ihre häufigen Infekte, gereizten Augen, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen kommen? Und wenn Sie im Urlaub sind, dann fühlen Sie sich plötzlich viel gesünder? Haben Sie schon einmal überlegt, ob Ihre eigenen vier Wände Sie vielleicht krank machen? Lassen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung auf Schadstoffe untersuchen! Und wenn Sie neu bauen, regeln Sie im Bauvertrag klar, welche Baustoffe keinesfalls im neuen Haus verbaut werden dürfen. Dabei hilft Ihnen Ihr VPB-Experte!

Tipp zum Thema Schadstoffe:

Gerüche
Gerüche gehören zum Alltag. Aber nicht alle Gerüche sind angenehm und gesund. Gesundheitsgefährdende gasförmige Verbindungen können beispielsweise nicht nur über die Lunge in den Organismus gelangen, sondern auch über die Riechzellen in der Nasenschleimhaut über elektrische Impulse direkt ins Gehirn weiter geleitet werden. Gerüche sind nicht immer leicht zu analysieren, weil sie sich oft aus verschiedenen Verbindungen zusammensetzen. Die Geruchsqualität gibt dem Innenraumanalytiker oft Hinweise auf eine bestimmte Ursache. Dauerhafte Gerüche und Ausdünstungen aus der Bausubstanz können im Extremfall ein Haus unbewohnbar machen. Es gibt unterschiedlichste Ursachen von Gerüchen: Neben Schimmelpilzbelastungen prägen verschiedenste chemische Verbindungen wie Chlornaphthaline, Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe oder Lösemittel eine Geruchsauffälligkeit aus. Die Ursache wird von Innenraumanalytiker und Baufachmann gemeinsam gesucht. Je nach Befund und Gefährlichkeit der Ursache müssen Bauteile und Einbauten ausgetauscht oder fachgerecht saniert werden.
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Ihr Praxistipp:

Schimmel
Schimmelpilze gehören zu den biologischen Schadfaktoren. Sie können schwere Gesundheitsstörungen auslösen, wie entzündliche Erkrankungen des Organsystems, der Nägel, Haare und Atmungsorgane, ferner Allergien, Hautreizungen, grippeähnliche Beschwerden, schwere Erschöpfungszustände, Schwindel, Gedächtnis- und Sprachstörungen sowie Atemwegserkrankungen bis hin zu schwerem Asthma. Es gibt etwa 100.000 Schimmelpilzarten. Etwa 100 davon sind für Innenraumprobleme relevant - einer fällt als potenzielle biologische Waffe sogar unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Gefährlich wird es für den Menschen immer dann, wenn die Schimmelpilzkonzentration im Innenraum steigt und das Immunsystem angegriffen ist. Vor allem, wo es feucht ist, fühlen sich Schimmelpilze wohl, wachsen und geben verstärkt Sporen, geruchsauffällige Stoffwechselprodukte und Schimmelpilzgifte ab. Vor allem letztere können dem Menschen erheblich zusetzen. Schimmelpilze sind Lebewesen mit eigenem Stoffwechsel. Ihre Stoffwechselprodukte lassen sich bei Innenraumuntersuchungen nachweisen. Das ist wichtig für die Innenraumanalytiker, denn nicht immer zeigt sich der Schimmel auf den ersten Blick als typischer schwarzer Belag, sondern er wächst oft im Verborgenen, hinter Wandverkleidungen oder unter Bodenbelägen. Andererseits weist nicht jede Wandverfärbung automatisch auf Schimmelbildung hin! Deshalb untersuchen Innenraumanalytiker nicht nur die Raumluft, sondern nehmen bei Bedarf auch Material- und Staubproben. Hilfreich ist mitunter sogar der Einsatz eines Schimmelspürhundes. Wird Schimmel nachgewiesen, muss er fachgerecht beseitigt werden.
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Naturfaserputze
Neben Naturputzen sind so genannte Naturfaserputze im Handel. Das sind Putze oder Flüssigtapeten, die aus Baumwoll- oder Zelluselose-Flocken und -Fasern bestehen oder aus Textilfasern wie Viskose, Leinen, Jute oder Hanf. Natur-faserputze sind umweltfreundlich in der Herstellung und "atmungsaktiv" – und leicht auszubessern: Bei kleinen Schäden wird die Oberfläche angeweicht und anschließend wieder geglättet.
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