Sparsam bauen: VPB rechnet: Durch kluge Planung lässt sich Geld sparen.

Bauen ist teuer. Deshalb legen viele Bauherren beim Bauen selbst mit Hand an. Aber es geht auch anders. Der Verband Privater Bauherren (VPB) weiß: Sparen beginnt im Kopf! Wer systematisch an den Neubau herangeht, der kann durch kluge Planung im Vorfeld viel Geld sparen. Oft gehen Bauherren mit unrealistischen Vorstellungen an die Planung ihres Domizils. Viele wissen zwar von Beginn an, welche noble Wanne ihr Bad zieren soll, auch italienische Fliesen und Textiltapeten sind häufig schon ausgesucht, bevor der erste Stein gesetzt ist, aber von Bauart, Form und Größe ihres neuen Hauses haben angehende Bauherren oft noch keine Vorstellung.

Wer sparen will, der muss analytisch an die Planung herangehen. Zunächst stellt sich die Frage nach dem Grundstück: Je kleiner desto preiswerter. Besonders günstig sind Erbbaugrundstücke. Bauinteressierte sollten Kommunen und Kirchengemeinden danach fragen. Beide vergeben traditionell Grundstücke in Erbpacht.

Sparen lässt sich auch bei der Wahl der richtigen Hausform. Wer klare Grundrisse wählt, einfache Fassaden ohne Erker, Vor- und Rücksprünge, wer auf Wintergärten, eingezogene Balkone und Dachterrassen verzichtet, der kann sein Budget schonen. Gutes Geld lässt sich auf dem Dach sparen: Statt einer Gaube kommt ein Dachflächenfenster aufs Dach. Der erwirtschaftete Gewinn entspricht dem Gegenwert der Sanitärinstallationen. Auch die Dacheindeckung birgt Potenzial: Wählt der Bauherr statt traditioneller Falzziegel moderne Betondachsteine, bleibt mehr Geld im Portemonnaie.

Heftig gestritten wird in vielen Familien über den Keller. Bauen oder lieber nicht? Wer auf den Unterbau verzichtet, der spart den Gegenwert eines Mittelklassewagens, rechnet der VPB. Das ist erwägenswert, denn Haustechnik muss heute nicht mehr im Keller untergebracht werden. Dafür reicht ein kleiner Raum, eventuell unter dem Dach. Allerdings ist der Verzicht auf den Keller endgültig.

Wer sich eine Liste macht und kritisch ans Thema herangeht, der findet an seinem Traumhaus viele Details, die er sich zwar wünscht, aber nicht wirklich benötigt: Braucht und nutzt die Familie die geplante Sauna tatsächlich? Benötigt die dreiköpfige Gemeinschaft zwei komplett ausgestattete Bäder? Die müssen auch gepflegt werden. Was bringt der offene Kamin - außer Arbeit und Rußspuren an der Decke? Muss die Küche vom führenden Hersteller kommen? Im nächsten Jahr ist sie schon wieder unmodern. Soll der Küchenboden wirklich aus Marmor sein? Hartgummi- und Holzböden schonen die Gelenke. Braucht der Hausbesitzer Vollholz- oder Ganzglastüren zum Wohlbefinden? Sind Rollläden unentbehrlich? Darf es statt der Garage auch ein Carport sein? Die Liste lässt sich individuell verlängern.

Wer am Extra spart, der kann viel Geld herein holen. Keineswegs sparen sollte man heute nach Ansicht des VPB allerdings an moderner Heiztechnologie und solider Dämmung. Vorausschauende Bauherren sollten ihre neuen Häuser mit einem zukunftsweisenden Mix aus moderner und konventioneller Heiztechnik ausstatten. Auf lange Sicht spart das wirklich Geld und schont die Umwelt.

Der VPB hat zum Thema Sparen am Bau auch einen kostenlosen Ratgeber für Bauherren entwickelt. Er kann unter dem Stichwort "Services" unter www.vpb.de im Internet heruntergeladen werden.

Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon: 030 2789010, Fax: 030 27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.