Ihr persönliches Kennwort finden Sie in der aktuellen Mitgliederzeitschrift

Über uns
Berater finden

ServiceInfo
NeubauAltbauSchadstoffeEnergieBarrierefreiWohnungskauf

Expertenrat am Mittwoch


Hier finden Sie immer die aktuellen Artikel aus unserer Rubrik "Expertenrat am Mittwoch".


19. Januar 2022

Vor dem Kauf eines Altbaus: Auf Holzschädlinge untersuchen lassen

Neubauten sind rar und teuer, deshalb wählen immer mehr Kaufinteressenten Bestandsbauten zum Kauf aus. Doch nicht selten haben alte Häuser auch ihre Tücken, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Vor allem Häuser, die längere Zeit leer gestanden haben, sollten Interessierte vor dem Kauf gründlich von unabhängigen Sachverständigen kontrollieren lassen. Probleme im Altbau bereiten beispielsweise holzzerstörende Pilze, die sich vorzugsweise in feuchtem Holz ansiedeln. Das kann passieren, wenn längere Zeit Wasser ins Haus eindringen kann. Aber auch die Veränderung der bauklimatischen Verhältnisse in alten Häusern, speziell durch den Einbau neuer, luftdichter Fenster, führt oft zu Feuchteschäden und damit häufig zu Pilzbefall. Kaufinteressenten sollten immer vorab klären lassen, welcher Pilz im Haus siedelt. Je nach Schädling kann eine Sanierung sehr teuer werden.

12. Januar 2022

VPB: Virtuelle Rundgänge ersetzen nicht die reale Besichtigung

In Corona-Zeiten sind sie das Mittel der Wahl, um unnötige Kontakte zu vermeiden. Viele Immobilienanbieter haben in den vergangenen Jahren immer stärker auf die Online-Besichtigung gesetzt. Das kommt den gestressten Immobilien-Suchern sicher ein Stück entgegen, denn die Suche ist zeitaufwendig und nervenaufreiben. Virtuelle Rundgänge schaffen da Abhilfe. Basierend auf 360-Grad-Fotos präsentieren Makler die Miet- und Kaufobjekte. Das klingt gut, hat aber seine Tücken. Der Verband Privater Bauherren (VPB) hält die virtuelle Besichtigung für nicht ausreichend, um eine Entscheidung für oder gegen ein Objekt zu treffen. Sie liefert allenfalls einen ersten Eindruck vom Innern der Wohnung oder des Hauses. Mindestens ebenso wichtig wie das Innere sind aber das Umfeld der Immobilie und bei einer Eigentumswohnung das Gemeinschaftseigentum. Erst wer die Umgebung kennt, weiß, auf was er sich einlässt. Jede Immobilie hat eine Nachbarschaft, sie hat Geräusche und Gerüche und wirkt am ruhigen Samstagnachmittag anders als am Montagmorgen kurz vor acht Uhr. Virtuelle Führungen blenden dies alles komplett aus. Sie sind allenfalls ein Einstieg in den Immobilienkauf. Bei ernsthaftem Interesse sind zwei bis drei reale Führungen nötig – eine davon mit dem unabhängigen Bausachverständigen, der die Immobilie auf Mängel hin prüft.

05. Januar 2022

Gemütlich am Kamin: Heizen mit Holz zeitgemäß?

Steigende Preise für Öl, Gas und Strom sorgen dafür, dass offene Kamine und Kaminöfen ebenso wie Kachelöfen sich gerade in diesem Winter besonderer Beliebtheit erfreuen. Tatsächlich können sie, mit Holz regionaler Herkunft betrieben, einen guten Beitrag zur Energiewende leisten und neben wohliger Wärme für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Moderne Öfen erfüllen die hohen Anforderungen der seit Anfang 2015 geltenden zweiten Stufe der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung und sorgen für geringen Feinstaubausstoß und hohe Effizienz. Voraussetzung für umweltfreundliches Heizen mit Holz ist jedoch auch, gut abgelagertes, gespaltenes Holz zu verwenden und das richtige Anzünden des Anmachholzes: von oben, nicht von unten lautet die Regel, um Ausgasungen zu vermeiden. Vor allem Kaminöfen bieten je nach Modell auch Mehrwerte, etwa durch Backfächer oder Warmhaltezonen. Voraussetzung für jeden Kamin ist ein Schornstein, der beim Bau des Hauses berücksichtigt werden muss. Nachträgliche Einbauten sind oft kostspielig. Neben dem Fachhandel sollte man in jedem Fall mit dem Schornsteinfeger sprechen, der die aktuellen Bestimmungen kennt.

Der VPB rät, beim Neubau oder der Sanierung auch an den Einbau eines Kaminofens denken, zumindest schon mal den möglichen Standort im Haus und einen zusätzlichen Kaminzug vorsehen.

29. Dezember 2021

Auch im Winter regelmäßig lüften

Ebenso wichtig wie das Heizen ist im Winter auch das Lüften. Viele Hausbesitzer vernachlässigen das allerdings, so die Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB). Sie möchten entweder keine Energie vergeuden oder sie vergessen das Lüften in der Eile morgens schlicht und einfach. Aber selbst an eiskalten Tagen muss Frischluft ins Haus, sonst bleibt die verbrauchte, feuchte Luft in den Räumen und bildet dort den idealen Nährboden für Feuchte- und Schimmelschäden. VPB-Experten empfehlen mehrmals täglich Stoßlüften. Und zwar immer fünf bis zehn Minuten lang, am besten querlüften, also mit Durchzug. Nur so wird die Luft schnell und effektiv ausgetauscht. Tatsächlich spart man so Energie, weil sich trockene Frischluft schneller aufwärmen lässt als feuchte Luft. Nach wie vor ist allerdings nach VPB-Erfahrung das Dauerlüften mit gekipptem Fenster üblich. Leider bringt dies im Winter gar nichts. Im Gegenteil: Die Räume kühlen bei gekipptem Fenster aus und Feuchtigkeit schlägt sich am ausgekühlten Fenstersturz nieder: der ideale Nährboden für schwarzen Schimmel.

22. Dezember 2021

VPB rät: Heizung nachts nicht abstellen

Ab in den Urlaub? Doch wenn es in der Winterzeit richtig kalt wird und friert, lautet die wichtigste Regel: Immer ausreichend heizen, selbst wenn niemand zu Hause ist. Das erscheint vielen als Energieverschwendung, es muss aber sein, um das Haus vor Schäden zu bewahren, mahnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Wohnräume sollten beispielsweise tagsüber mindestens 17 Grad haben. Wird die Temperatur darunter abgesenkt, dauert das Aufheizen später umso länger. Und in der Nacht gilt: Heizung nicht ausschalten! VPB-Bausachverständige warnen vor falsch verstandener Sparsamkeit: Wird die Anlage nachts abgestellt, braucht sie morgens umso länger, bis sie das Haus wieder aufgeheizt hat. Außerdem sinkt bei abgestellter Heizung die Temperatur im Keller und im ungedämmten Dachgeschoss stark ab. Ungeschützte Wasserleitungen können dann auffrieren. Gleiches gilt für die Ferienzeit: Wer während des Winterurlaubs die Heizung im Haus abstellt, riskiert teure Frostschäden. Auch im vorübergehend leerstehenden Haus sollten die Thermostatventile deshalb immer noch auf 16 Grad (also auf 2) gedreht sein. Geöffnete Zimmertüren sorgen dafür, dass sich die Wärme im Haus verteilt. Zur Urlaubsplanung gehört auch, sich einen zuverlässigen Haussitter für diese Zeit besorgen, der auch auf die Heizung achtet, oder sein Haus per Smartphone von außen entsprechend temperieren und überwachen.

15. Dezember 2021

VPB: Käufer sollten beim Notartermin keine Änderungswünsche mehr akzeptieren

Die meisten Menschen kaufen nur einmal im Leben ein Haus. Entsprechend ungewohnt ist die Situation beim Notartermin. Sie wissen zwar, sie dürfen alles fragen, doch wer gibt schon gerne seine Unwissenheit zu? Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Käufern zu Selbstbewusstsein – im eigenen Interesse. Bauherren sollten alle ihre offenen Fragen stellen und zwar am besten schon vor dem Notartermin, denn dann ist noch ausreichend Zeit um diese zu klären und Änderungswünsche in den Vertrag hinein zu verhandeln. Dazu haben Bauherren 14 Tage Zeit. Solange vor dem Beurkundungstermin muss der Notar dem Käufer, der ein Verbraucher ist und der von einem Unternehmer kauft, nämlich die Vertragsunterlagen zustellen. Vor Änderungswünschen in letzter Minute schützt das allerdings nicht. Nach VPB-Erfahrung versuchen immer wieder Schlüsselfertiganbieter noch beim Notartermin Änderungen vorzuschlagen. Der VPB rät: Käufer sollten sich dazu nicht drängeln lassen. Vorsicht ist immer geboten, wenn der Vertragspartner beim Notartermin plötzlich neue Vorschläge macht, die noch in den Vertrag aufgenommen werden sollen, oder wenn der Notar Bedenken äußert, aber der Vertragspartner anregt, trotzdem „hier und heute“ zu beurkunden. Selbstverständlich können die Vertragsparteien bis zur Unterschrift einvernehmlich Änderungen am Vertrag aushandeln. Private Bauherren sollten dabei allerdings sehr vorsichtig sein und sich auf nichts einlassen, was sie nicht wirklich verstehen und überschauen.




VPB
© VPB 2019, BerlinVerbraucherschutz am Bau zur HomepageBauherrenverbandImpressumBauberatung DatenschutzBauherrenschutz Zum Seitenanfang

Die Inhalte dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die der Vervielfältigung, der Übersetzung und der Verwendung in elektronischen bzw. mechanischen Systemen behält sich der Urheber vor. Eine Nutzung der Texte bedarf unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.