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Expertenrat am Mittwoch


Hier finden Sie immer die aktuellen Artikel aus unserer Rubrik "Expertenrat am Mittwoch".


02. Dezember 2020

VPB: Beim Grundstückskauf auch die Geschichte des Areals prüfen

BERLIN. Der Hausbau steht und fällt oft mit dem Baugrund. Einmal ganz abgesehen von widrigen Bodenverhältnissen, die das Bauen erheblich verteuern, gibt es Areale, die nur mit erheblichen Vorbereitungen – und Kosten – überhaupt bebaubar gemacht werden können, mahnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Dazu gehören zum Beispiel ehemalige Gewerbegebiete. Immer wieder erschließen Kommunen neue Gewerbeareale im Randbereich und widmen die ehemaligen, innerörtlichen Gewerbegebiete zu Wohnquartieren um. Wer dort ein Baugrundstück kaufen will, sollte die Geschichte des Areals prüfen. Der Boden könnte belastet sein. Im Altlastenkataster der Kommunen sollte stehen, was jemals auf dem Grundstück in den Boden gelangt ist. Der VPB rät allerdings zu zusätzlichen eigenen Recherchen vor dem Kauf. Gerade Gewerbegrundstücke haben unter Umständen mehrfach den Besitzer gewechselt. Oft ist gar nicht mehr bekannt, was vor Jahrzehnten dort produziert wurde. Das waren unter Umständen Stoffe, die damals als harmlos galten, aber heute als gesundheitsschädlich klassifiziert sind und behandelt werden müssen. Je nach Altlast müssen Böden komplett ausgetauscht und das verseuchte Erdreich auf Sonderdeponien teuer entsorgt werden. In anderen Fällen muss das Grundwasser viele Jahre lang gefiltert werden. Bevor Bauherren ein solches Areal kaufen, sollten sie sich vom unabhängigen Sachverständigen beraten lassen, mit welchen Kosten und zeitlichem Aufwand sie bei der Bodensanierung rechnen müssen. Unter Umständen ist dann der Verzicht auf das Grundstück die sinnvollste Entscheidung.



25. November 2020

VPB: Bauherren müssen eigenes Grundstück jederzeit betreten können

BERLIN. Wer auf seinem eigenen Grundstück baut, ist Bauherr und für Haus und Grund verantwortlich. Die Baufirmen müssen, um ihren Vertrag zu erfüllen, das Grundstück der Bauherren betreten dürfen. Dazu, wie auch für den Schutz der Baustelle gegen Vandalismus, brauchen die Bauunternehmer ein eingeschränktes Hausrecht. Einige Schlüsselfertig-Firmen, so die Erfahrung der VPB-Berater bundesweit, schießen dabei in letzter Zeit über das Ziel hinaus und untersagen nicht nur Unbefugten, sondern auch den Bauherren selbst den Zutritt zur Baustelle. Bauherren haben damit keine Möglichkeit mehr, Baufortschritt und Bauausführung kontrollieren zu lassen. Auf solche Einschränkungen, meist in den AGB versteckt, sollten sich Bauherren nicht einlassen. „Solch eine AGB ist regelmäßig unwirksam, jedenfalls wenn Abschlagszahlungen vereinbart sind“, konstatiert VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag, „denn damit entfällt die Chance, den Baufortschritt regelmäßig vom unabhängigen Sachverständigen begutachten zu lassen – und bei festgestellten Mängeln entsprechende Beträge zurückzubehalten.“ Im schlimmsten Fall könnte sich die Firma später weigern, den Schlüssel herauszugeben, bevor die Schlussrechnung vollständig bezahlt wurde. Damit werden Bauherrenrechte ausgehebelt. Um gar nicht erst in die Falle zu tappen, sollten Bauherren ihren Bauvertrag vor der Unterschrift prüfen lassen. Dabei fallen nicht nur fehlende Aussagen zu Baukonstruktion und Ausstattung auf, sondern auch der Versuch der Baufirma, den Bauherren den Zutritt zum eigenen Grundstück zu verwehren. Anders verhält sich das übrigens beim Bauträger: Der bleibt bis zur Übergabe des Hauses Bauherr auf seinem eigenen Grundstück. In diesen Fällen benötigen die Bauherren ein eingeschränktes Betretungsrecht während der Bauzeit, um die Bauqualität prüfen zu können.



18. November 2020

VPB: Bebauungsplan schreibt Dachform vor

BERLIN. Wer ein Haus sucht, hat bei vielen Anbietern die Gelegenheit das neue Heim am Handy oder PC vorab zu konfigurieren. Dabei geht es in der Regel zwar nur um Details, aber auch dabei können Fehlentscheidungen fallen, die später teuer werden. Ein typisches Beispiel, so der Verband Privater Bauherren (VPB), ist die Auswahl der Dachform. Per Mausklick lassen sich verschiedene Varianten aufs Dach setzen: Flachdach, Satteldach, Pultdach – was am besten gefällt, wird geordert. Der VPB mahnt zur Vorsicht: Solche Programme erleichtern Laien zwar die Vorstellung vom neuen Haus, aber welche Dachform, Dachfarbe oder Firstrichtung ein Haus haben darf, wie hoch Traufen und First werden dürfen, das entscheiden nicht die Bauherren am PC, sondern der gültige Bebauungsplan am künftigen Wohnort. Je nach Kommune können die Vorgaben weit ins Detail reichen, bis hin zur Festlegung auf bestimmte Dachdeckungen und -farben. Angehende Bauherren sollten sich also immer erst den Bebauungsplan ansehen und – falls vorhanden – sonstige ortsrechtliche Bauvorschriften wie Gestaltungssatzungen für ihr Grundstück, bevor sie sich für ein Haus entscheiden, rät der VPB.



11. November 2020

VPB: Jetzt im Winter richtig lüften!

BERLIN. Jede zweite Wohnung in Deutschland hat nach Einschätzung von Experten ein Schimmelproblem. Ursache, so der Verband Privater Bauherren (VPB), ist oft auch Feuchtigkeit, die vor allem die Bewohner selbst ins Haus bringen: Jeder Mensch schwitzt und gibt schon bei leichter Arbeit etwa 60 Gramm Wasser pro Stunde an die Raumluft ab. Sogar im Schlaf sind es noch rund 40 Gramm. Hinzu kommt die Wasserverdunstung beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen. Selbst Zimmerpflanzen, die das Kleinklima an sich verbessern, erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Wohnbereich. Alles in allem verdunsten in einem durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt am Tag zwölf bis 14 Liter Wasser. Dieser Wasserdampf muss nach draußen geleitet werden, sonst schlägt er sich als Tauwasser an kühlen Wänden nieder, durchfeuchtet Mauerwerk und bietet Schimmelsporen ideale Nistbedingungen. Dagegen helfen nur regelmäßiges Lüften und ausreichendes Heizen. Wer keine Lüftungsanlage im Haus hat, der muss selbst lüften – und zwar mit System. Der VPB rät: auch im Winter regelmäßig lüften, und zwar mindestens zweimal am Tag jeweils fünf bis zehn Minuten alle Räume stoß-, besser noch querlüften. Dabei die Heizungsventile abdrehen. Nach dem Lüften Räume wieder normal aufheizen. Keinesfalls sollten Bewohner Fenster oder Türen dauerhaft kippen. Das kostet Energie und begünstigt sogar den Schimmel. Mehr zum Thema finden Interessierte im VPB-Ratgeber "Lüften – aber richtig!": Kostenloser Download



04. November 2020

VPB: Bauherren sollten Abnahme nicht übereilt erklären

BERLIN. Vor dem Einzug in die eigene Immobilie steht die Bauabnahme. Die Bauabnahme ist der wichtigste Rechtsakt nach der Unterzeichnung des Vertrags – und sollte deshalb auch angesichts der auslaufenden Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende nicht übereilt erklärt werden, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Mit der Bauabnahme beginnt unter anderem die Gewährleistungsfrist und die Beweislast für Mängel kehrt sich um. Abnehmen müssen Bauherren alles, was sie in Auftrag gegeben haben: den Neubau eines kompletten Hauses, die neue Eigentumswohnungsanlage – also sowohl ihr Sonder- als auch das viel umfangreichere Gemeinschaftseigentum –, wie auch die umfassende Sanierung eines Altbaus oder auch einzelne Gewerke. Bauunternehmer und Handwerker haben das Recht auf eine Abnahme. Selbst unwesentliche Mängel sind kein Grund, diese zu verweigern. An der Frage, was wesentliche oder unwesentliche Mängel sind, entzünden sich regelmäßig Streitigkeiten. Laien sind deshalb gut beraten, wenn sie ihr Bauvorhaben von Beginn an von einem eigenen unabhängigen Sachverständigen begleiten lassen. Sie wissen dann zur Abnahme, welche Mängel während der Bauzeit aufgetreten sind und bei der Baufirma beanstandet wurden. In solchen Fällen ist es meist kein Problem, beim Abnahmetermin mit dem Bauunternehmer die noch nicht beseitigten Mängel zu benennen, angemessene Fristen zur Nachbesserung zu setzen und Restwerklohn in zutreffender Höhe einzubehalten, sofern der Zustand des Bauwerks nicht womöglich zur Abnahmeverweigerung berechtigt. In jedem Fall sollten Bauherren auf einem Abnahmetermin auf der Baustelle bestehen und die Abnahme nicht einfach schriftlich erklären.



28. Oktober 2020

VPB: Beim Bauen mit Restposten genau rechnen!

BERLIN. Wer nachhaltig lebt, nutzt Second-Hand-Angebote und Restposten. Heimwerker und Bauherren können so Geld sparen. Nach Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) sitzen viele Handwerksbetriebe auf Restposten, die ihnen die Lager verstopfen. Es lohnt sich deshalb, für Fliesen, Bodenbeläge, Sanitärausstattungen oder Innentüren beim örtlichen Handwerksbetrieb gezielt nach Restposten zu fragen. In der Regel handelt es sich um Neuware, meist sind es nur Dekore aus dem Vorjahr, die nun niemand mehr ordert. Die Ware ist allerdings beschränkt auf den jeweiligen Posten, Nachlieferungen aus dem Werk sind in der Regel nicht mehr möglich. Der VPB rät deshalb, genau zu rechnen, ob die angebotenen Mengen für das eigene Projekt ausreichen. Detaillierte Verlegepläne sind unentbehrlich, damit nicht zum Schluss zwei, drei Fliesen fehlen. Gerade bei Fliesen sollten Bauherren immer einige in Reserve haben, um spätere Schäden ausbessern zu können.






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