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Expertenrat am Mittwoch


Hier finden Sie immer die aktuellen Artikel aus unserer Rubrik "Expertenrat am Mittwoch".


16. Januar 2019

VPB: In vielen Bauverträgen fehlt noch das Widerrufsrecht

BERLIN. Das Bauvertragsrecht ist Anfang 2018 in Kraft getreten. Nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) werden die Neuerungen aber nur schleppend umgesetzt. Zwar gibt es Baufirmen, die von Anfang an mit gesetzeskonformen Vertragsunterlagen arbeiten, viele tun es aber noch immer nicht. Bauherren sollten sich aber auf alte Verträge nicht einlassen, rät der VPB, sie entsprechen nicht den rechtlichen Vorgaben und bringen während des Bauens garantiert Ärger. Einen veralteten Vertragsentwurf erkennen Bauherren zum Beispiel daran, dass sie vor Abgabe ihrer Vertragsabschlusserklärung nicht über das ihnen beim Schlüsselfertigneubau aus einer Hand auf eigenem Grund rechtlich zustehende Widerrufsrecht informiert werden. Das muss aber vorher in Textform passieren.



09. Januar 2019

VPB: Geländer müssen sicher befestigt werden

BERLIN. Französische Balkone sind beliebt. Die bodentiefen Fenster lassen viel Helligkeit ins Haus, und der Verzicht auf den Austritt spart Baukosten. Dennoch brauchen auch französische Balkone sichere Geländer, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Was viele Bauherren nicht wissen: Die Geländer sind statisch tragende Teile. Ihre Verankerung muss sogar vom Statiker berechnet werden. Das ist oft nicht einmal den Handwerkern bewusst, die die Absturzsicherungen montieren. Im eigenen Interesse sollten Bauherren hier deshalb immer kritisch bleiben und nach der Statik fragen.



02. Januar 2019

VPB: Rettungsweg auch bei Brand und Stromausfall offenhalten!

BERLIN. Brandschutz ist lebenswichtig, deshalb ist er auch im privaten Ein- oder Zweifamilienhaus vorgeschrieben. Sträflich vernachlässigt wird nach Erfahrung des Verbands Private Bauherren (VPB) aber oft der zweite Rettungsweg. Das sind in der Regel Fenster, Terrassen- und Balkontüren, durch die Bewohner ins Freie flüchten können, wenn Treppenhaus und Eingang durch Feuer und Qualm unpassierbar geworden sind. Viele Hausbesitzer schneiden sich ihren zweiten Rettungsweg unbewusst selbst ab: Sie lassen sich elektronische Rollladenheber installieren und zwar ohne Gurtroller, mit Motoren direkt an der Rolle. Das sieht schicker aus, kann aber fatal enden, denn sobald es brennt, fällt der Strom im Haus aus. Damit sind geschlossene Rollläden blockiert, die Fenster fallen als Rettungsweg aus. Erschwerend kommt hinzu: Durch die geschlossenen Rollladenpanzer können die Retter gar nicht sehen, wo sich die Eingeschlossenen befinden und wo sie die Axt ansetzen müssen. Der VPB rät deshalb: Wer elektrische Rollladenheber einbaut, muss darauf achten, mindestens so viele Rollläden mit Gurten zu versehen, die im Notfall ohne Strom geöffnet werden können, wie der Brandschutz vorschreibt. Zusätzlich sollte immer eine Feuerwehraxt in Greifweite liegen.



26. Dezember 2018

VPB: Winterbaustellen müssen regelmäßig gelüftet werden

BERLIN. Das Hauptproblem auf Winterbaustellen ist die Feuchtigkeit. Wenn Estrich aufgebracht oder die Innenwände verputzt werden, dann entsteht im Haus viel Feuchtigkeit. Und die muss raus, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das funktioniert nur durch konsequentes Heizen und Lüften. Beides ist unentbehrlich, um Schäden zu verhindern. Ein spezielles Problem beobachten VPB-Experten immer wieder im Winter: Im Erdgeschoss und im ersten Stock wird verputzt und geheizt, während die Luke zum noch nicht ausgebauten und ungedämmten Dachgeschoss weit offen steht. Das ist bauphysikalisch fatal, warnen die VPB-Experten, denn die Feuchtigkeit aus dem unteren Bereich zieht wie in einem Kamin nach oben und schlägt sich dort an den kühlen Dachsparren nieder. Diese Feuchtigkeit führt fast immer zu Schimmelbefall, der später teuer saniert werden muss. Im schlimmsten Fall müssen Balken sogar ausgetauscht werden. Das Problem lässt sich vermeiden, wenn das Treppenloch zum unausgebauten Dach vor dem Ausbau geschlossen würde. Damit wären kühler und beheizter Bereich baulich getrennt. Die Feuchte aus Putz und Estrich könnte nicht ins Dach ziehen, sondern über die Fenster entlüftet werden.



19. Dezember 2018

VPB: Unverheiratete sollten beim Immobilienbesitz den Ernstfall regeln

BERLIN. Viele Paare, jüngere, wie ältere, leben heute ohne Trauschein zusammen. Etliche von ihnen kaufen gemeinsam Wohneigentum. Was passiert eigentlich, wenn ein Partner stirbt? Ganz gleich, ob beide Eigentümer der Wohnung waren oder nur der verstorbene Partner, falls kein Testament vorliegt, steht Ärger ins Haus. Unverheiratete haben nämlich kein gesetzliches Erbrecht. Sie können vorbauen, indem sie ein Testament oder einen Erbvertrag machen, sich darin gegenseitig als Erben einsetzen, und so das Vermögen und damit auch den eigenen Anteil an der Immobilie dem Partner beim Ableben übertragen. Allerdings haben Unverheiratete im Erbfall nur einen geringen Freibetrag von 20.000 Euro. Auf das restliche Erbe erhebt das Finanzamt Erbschaftssteuer; bei einer Immobilie sind das 30 Prozent vom Verkehrswert. Außerdem können Angehörige des Verstorbenen auf ihren Pflichtteil pochen; der beträgt in der Regel die Hälfte vom gesetzlichen Erbteil. Es ist also gut, wenn neben der Wohnung auch noch ausreichend Geld vorhanden ist, um eventuelle Erben aus- und Steuern bezahlen zu können. Eine weitere Möglichkeit, dem überlebenden Partner die Wohnung zu erhalten, ist die Einräumung eines Wohnrechts oder Nießbrauchs für den überlebenden Partner. Hilfreich können auch Risikolebensversicherungen sein. Aber auch dabei gibt es vieles zu beachten. Entscheidend ist übrigens immer der Verkehrswert der Immobilie – und der steigt aktuell bei vielen Immobilien. Eigentümer können sich darüber freuen. Unverheiratete sollten aber auch den Ernstfall regeln.



12. Dezember 2018

VPB: Schnee vom Haus fernhalten

BERLIN. Vor allem, wenn es friert und schneit, sollten Hausbesitzer regelmäßig Kontrollgänge um ihr Heim machen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Dabei Schneeverwehungen an Hausecken und Terrassen- sowie Balkontüren beseitigen. Beginnt es nämlich zu tauen, läuft das Tauwasser oft durch die Türen ins Haus oder durchfeuchtet das Mauerwerk. Schwieriger wird es, Schneeverwehungen auf dem Dach zu beseitigen. Dabei können auch hier durch Tauwasser Schäden entstehen. Beispielsweise, wenn auf der Südseite der Schnee direkt auf der Dachfläche aber noch unter der geschlossenen Schneeschicht zu tauen beginnt. Das Wasser kann dann nicht ablaufen und sucht sich seinen Weg über die Ziegel ins Haus. Oft passiert das auch an Kamineinfassungen oder Dachflächenfenstern. Da hilft nur eins: Nach dem Tauwetter umgehend die Schäden beseitigen lassen. Denn feuchte Wärmedämmung schimmelt – und sie dämmt nicht mehr. Problematisch sind mitunter auch die Dächer von Carports, Gartenlauben und Garagen. Sie sind – zumal als Marke Eigenbau – nicht immer ausreichend für Schneelasten dimensioniert. Auch dort, so raten VPB-Experten, muss die Schneelast vom Dach geholt werden, ehe es einbricht.






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