Blower Door Test in Dortmund: Luftdichtheit beim richtigen Zeitpunkt prüfen lassen
Das Wichtigste im Überblick
- Ein Blower Door Test in Dortmund zeigt, wo Luft unkontrolliert durch die Gebäudehülle entweicht, und liefert mit dem n50-Wert eine messbare Größe für die Bauqualität.
- Die Bausachverständigen aus dem Netzwerk des VPB werten die Messung neutral aus und verkaufen weder Bauleistungen noch Sanierungspakete.
- Den größten Nutzen bringt die Messung, wenn die luftdichte Ebene noch zugänglich ist, also bevor Estrich, Verkleidungen und Innenausbau alles verdecken.
Wer in Dortmund neu baut oder energetisch saniert, steht irgendwann vor der Frage, ob die Gebäudehülle wirklich dicht ist. Sehen kann man das nicht, man muss es messen. Genau hier setzt der Blower Door Test an. Die Bausachverständigen aus dem Netzwerk des VPB beraten Sie unabhängig bei der Luftdichtheitsmessung Ihres Gebäudes, vom Reihenhaus im Kreuzviertel über die Neubauten rund um den Phoenix-See bis zu sanierten Zechenhäusern in Eving oder Hörde. Maßgeblich ist dabei allein Ihr Interesse als Auftraggeber, nicht das einer Baufirma.
Was misst ein Blower Door Test überhaupt?
Beim Blower Door Test geht es um eine einzige Frage: Wie viel Luft entweicht unkontrolliert durch die Gebäudehülle, ohne dass jemand das Fenster geöffnet hat. In eine Außentür kommt ein Ventilator, rundherum dicht eingespannt, und der baut zwischen drinnen und draußen einen Druckunterschied von 50 Pascal auf. Über die Luftmenge, die dann nachströmt, errechnet sich der n50-Wert. Der sagt im Grunde, wie dicht das ganze Haus ist. Gemessen wird einmal mit Unterdruck und einmal mit Überdruck, weil sich manche undichte Stelle nur in eine Richtung zeigt. Kaputtgehen kann dabei nichts, das Verfahren ist zerstörungsfrei, und nach der Messung sieht das Haus genauso aus wie vorher.
Warum entscheidet der Zeitpunkt über den Nutzen der Messung?
Beim Zeitpunkt liegt der ganze Hebel. Solange die luftdichte Ebene noch offen daliegt, ist ein schlecht abgeklebter Folienanschluss am Dach oder eine Leitungsdurchführung, die jemand nicht sauber gemacht hat, in ein paar Minuten erledigt. Da klebt der Handwerker einmal nach, fertig. Steht der Innenausbau dagegen schon, ist verputzt, verkleidet, der Estrich liegt drin, dann heißt das genau dieselbe undichte Stelle plötzlich aufstemmen, reparieren, wieder zumachen – nachdem man sie erst einmal gefunden hat. Deshalb ist eine Messung mitten in der Bauphase oft mehr wert als die schicke Abschlussmessung am Ende, auch wenn sie auf dem Papier weniger hermacht.
Wie läuft ein Blower-Door-Test in der Praxis ab?
In der Regel ist die Sache an einem Einfamilienhaus an einem Vormittag durch. Zuerst wird das Haus vorbereitet, also Fenster und Außentüren zu, Lüftungsöffnungen abgedichtet, Innentüren dagegen auf, damit die Luft im Haus zirkulieren kann. Der Sachverständige schaut sich vorher an, wie das Gebäude geschnitten ist. Dann kommt der Ventilator zum Einsatz und erzeugt über mehrere Druckstufen Unter- und Überdruck, dabei wird der Luftvolumenstrom erfasst und daraus der n50-Wert berechnet. Spannend wird es bei der Leckageortung: Mit einem Luftgeschwindigkeitsmesser, etwas Nebel oder einer Wärmebildkamera wird sichtbar, wo genau es zieht. Am Ende bekommen Sie ein Protokoll in die Hand, mit den Messwerten, Fotos von den Schwachstellen und der Einordnung, ob die geforderten Grenzwerte eingehalten sind.
Wodurch unterscheidet sich eine unabhängige Messung von der des Bauträgers?
Eine unabhängige Messung wird allein im Auftrag des Bauherrn durchgeführt und neutral bewertet. Ein vom Bauträger oder ausführenden Unternehmen bestellter Messdienst steht dagegen in einer wirtschaftlichen Beziehung zu genau der Firma, deren Arbeit er beurteilt. Die Bausachverständigen aus dem VPB-Netzwerk erhalten keine Provisionen und vergeben keine Folgeaufträge an Handwerksbetriebe. Geht es um Streit über die Bauqualität, dokumentieren sie undichte Anschlüsse messtechnisch und sichern den Befund für spätere Verhandlungen. Ziel ist dabei die sachliche technische Klärung. Eine Rechtsberatung gehört in die Hände eines spezialisierten Anwalts.
Was bringt eine VPB-Mitgliedschaft rund um den Blower-Door-Test?
Eine VPB-Mitgliedschaft setzt schon vor der Messung an, nämlich beim Vertrag. Mitglieder können ihre Bau- und Leistungsbeschreibung vorab bautechnsich von Bausachverständigen sichten lassen, sodass nicht zuletzt eine Luftdichtheitsmessung samt geforderter Grenzwerte vertraglich festgehalten wird, bevor unterschrieben ist. Steht später ein Befund im Raum, profitieren Mitglieder vom Zugang zu ausgewählten, firmen- und produktneutralen Experten aus dem Netzwerk des VPB. Die Bausachverständigen aus dem Netzwerk des VPB vertreten dabei ausschließlich die Interessen ihrer Auftraggeber, also privater Bauherren, Eigentümer sowie Menschen mit Kauf- oder Verkaufsabsicht. So lässt sich eine Messung von Anfang an als verbindlicher Qualitätsnachweis verankern statt als nachträgliche Streitfrage.
Welche weiteren Leistungen bieten Bausachverständige aus dem bietet das VPB-Netzwerk in Dortmund?
Neben dem Blower Door Test unterstützen Bausachverständige aus dem VPB-Netzwerk Eigentümer in Dortmund bei der baubegleitenden Qualitätskontrolle, der Bauabnahme und der Bewertung von Feuchte- und Schimmelschäden. Zeigt die Luftdichtheitsmessung Auffälligkeiten an der Gebäudehülle, kann eine ergänzende bauphysikalische Untersuchung das Risiko für Tauwasser und Feuchteschäden genauer einordnen.
Das Regionalbüro Dortmund ist die zuständige Anlaufstelle für alle Fragen rund um Luftdichtheit und Blower Door Test in der Stadt und im Umland von Lünen über Castrop-Rauxel bis Witten. Nehmen Sie Kontakt mit dem Regionalbüro Dortmund unverbindlich auf und schildern Sie Ihr Vorhaben. Die Bausachverständigen aus dem Netzwerk des VPB beraten Sie unabhängig und ausschließlich in Ihrem Interesse.
Regionalbüro Dortmund: Jetzt Kontakt aufnehmen!
Das Regionalbüro Dortmund ist Ihre Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Bauherrenberatung in Dortmund und im Umland, von Castrop-Rauxel über Lünen und Schwerte bis Witten und Unna. Schildern Sie Ihr Vorhaben und den Stand, an dem Sie gerade stehen. Die Bausachverständigen aus dem Netzwerk des VPB beraten Sie unabhängig und freuen sich auf Ihre Anfrage.
Häufig gestellte Fragen zum Blower-Door-Test
Was kostet ein Blower Door Test?
Die Höhe des Honorars richtet sich nach Gebäudegröße, Vorbereitungsaufwand und der Zahl der Messungen. Eine einzelne Abschlussmessung wird anders kalkuliert als eine Zwischenmessung mit anschließender Kontrolle. Eine verbindliche Einschätzung gibt es nach Sichtung des Objekts.
Wann sollte der Test stattfinden?
Sinnvoll sind häufig zwei Termine. Die Zwischenmessung erfolgt, sobald die luftdichte Hülle fertig, aber noch zugänglich ist, oft um den Einbau des Estrichs herum. Die Abschlussmessung folgt nach Fertigstellung und dient als Qualitäts- und Fördernachweis.
Ist ein Blower Door Test gesetzlich vorgeschrieben?
Generell vorgeschrieben ist er nicht. Wird die gemessene Luftdichtheit jedoch im öffentlich-rechtlichen Energienachweis angesetzt oder als Fördervoraussetzung verlangt, muss sie normgerecht nach DIN EN ISO 9972 nachgewiesen werden.
Was bedeutet der n50-Wert?
Der n50-Wert gibt an, wie oft das Luftvolumen eines Gebäudes bei 50 Pascal Druckdifferenz pro Stunde ausgetauscht wird. Je niedriger der Wert, desto dichter die Hülle. Für Neubauten gelten je nach Lüftungstechnik unterschiedliche Grenzwerte.
Kann ich während der Messung im Haus bleiben?
Ja, das ist gefahrlos möglich. Spürbar ist allenfalls ein leichter Druck auf den Ohren. Wichtig ist nur, dass während der laufenden Messung keine Außentüren oder Fenster geöffnet werden und alle Räume zugänglich bleiben.
Was passiert, wenn die geforderten Grenzwerte nicht erreicht werden?
Dann zeigt das Protokoll, an welchen Stellen nachgebessert werden sollte. Nach der Reparatur lässt sich die Messung wiederholen. Wird sie für eine Förderung benötigt, ist die Wiederholung bis zum Erreichen des geforderten Werts üblich.
Bringt die Kombination mit einer Wärmebildkamera einen Vorteil?
Ja, bei geeigneten Randbedingungen. Bei ausreichender Temperaturdifferenz zwischen innen und außen können sich Leckagen unter Unterdruck als thermische Auffälligkeiten im Wärmebild abzeichnen. So lassen sich verdächtige Stellen eingrenzen; der n50-Wert stammt weiterhin aus der Luftdichtheitsmessung.