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Expertenrat am Mittwoch


Hier finden Sie immer die aktuellen Artikel aus unserer Rubrik "Expertenrat am Mittwoch".


27. Juli 2016

VPB: Bei Zwangsversteigerungen auch nach Schulden fragen

BERLIN. Zwangsversteigerungen gelten als Schnäppchenbörse. Vor allem Eigentumswohnungen, die unter den Hammer kommen, sind mitunter recht günstig. Kaufinteressenten sollten dabei aber nicht vergessen: Mit dem Zuschlag übernehmen sie nicht nur die Rechte an der Eigentumswohnung, sondern auch alle damit verbundenen Pflichten, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Deshalb sollten sie sich vorab vom Verwalter sowohl die Teilungserklärung als auch die Gemeinschaftsordnung der Wohnungseigentümergemeinschaft zeigen lassen. Dort stehen wichtige Informationen über die Gemeinschaft, darunter der Verteilerschlüssel für die Kosten. Ob der Zuschlag ein Schnäppchen ist oder nicht, das hängt auch von den Vermögensverhältnissen der Gemeinschaft ab: Hat sie etwas auf der hohen Kante? Und falls Sanierungen geplant sind: werden die per Umlage finanziert oder sind die längst angespart? Aufschluss über den Zustand der Gemeinschaft geben die Protokolle der vergangenen Eigentümerversammlungen und die Jahresabrechnung.



20. Juli 2016

VPB: Streit vermeiden!

BERLIN. "Dann verklagen wir eben die Baufirma, schließlich sind wir im Recht!" Solche Sätze hören die Bauherrenberater des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder. Bauherren ärgern sich, oft zu Recht, über ihre Baufirma, sie fühlen sich im Stich gelassen, mitunter verraten und verkauft. Ein Richter soll dann für sie Gerechtigkeit herstellen. Der Gang vor Gericht ist im Alltag nicht immer die beste Lösung, warnt der VPB. Vor einem Rechtsstreit sollten Bauherren erst alle anderen Möglichkeiten bedenken und ausschöpfen. Wer vor Gericht zieht, der muss nämlich mit langen, manchmal jahrelangen Verfahren rechnen, und deren Ausgang ist ungewiss. Nach VPB-Erfahrung steht am Ende des Rechtsstreits oft auch kein Urteil, sondern ein Vergleich. Mitunter ist auch die Firma, die die Bauherren verklagt hatten, inzwischen insolvent. Dann fehlt den Bauherren nicht nur das Geld, das sie eigentlich erstreiten wollten, sondern sie bleiben auch noch auf den Verfahrenskosten sitzen – und das, obwohl sie vielleicht sogar gewonnen haben. Der VPB rät deshalb: Besser vorsorgen statt später streiten! Angehende Bauherren sollten immer zunächst den Bauvertrag prüfen lassen. Dabei bekommen sie einen Eindruck davon, wie die Schlüsselfertigfirma arbeitet: Hat sie alle Pläne und Berechnungen? Legt sie Zusatzkosten auf den Tisch? Offeriert sie Sicherheiten? Oder taktiert sie und hält die Bauherren hin? Mancher erbitterte Streit hat seinen Ursprung in komplexen Vertragspassagen. Genauso wichtig wie die Vertragskontrolle ist später natürlich die laufende Baukontrolle.



13. Juli 2016

VPB: Gewerbegebiete sind keine Wohngebiete!

BERLIN. Viele Gewerbegebiete sind grüne Oasen. Sie wären ideal zum Wohnen, gäbe es da nicht einen Haken: Gewerbegebiete sind keine Wohngebiete, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Wer in einem Gewerbegebiet ein freistehendes Haus mit großem Grundstück angeboten bekommt, der sollte nur zugreifen, wenn er dort auch ein veritables Gewerbe aufziehen will. Andernfalls verstößt er gegen geltendes Recht. Die Kommune kann ihm das Wohnen im Gebiet untersagen. Aus gutem Grund: Mithilfe von Bebauungsplänen regeln Städte und Gemeinden ihre bauliche Entwicklung. Sie vermeiden Konflikte, indem sie Bereiche mit unterschiedlichen Bedürfnissen trennen. Lärm beispielswiese gehört in einem Gewerbegebiet dazu, in einem Wohngebiet würde Lärm nur bedingt toleriert. In Gewerbegebieten dürfen auch Wohnhäuser stehen. Die müssen allerdings als Werkswohnung im direkten Zusammenhang mit dem Betrieb stehen. Gerade in älteren Gebieten haben sich aus anfänglichen Werksleiterhäusern veritable Villen entwickelt. Viele Kommunen haben das hingenommen, weil sie das Gewerbe halten wollten. Sie werden es aber möglicherweise nicht tolerieren, wenn die Betriebe geschlossen und nur noch die Häuser verkauft werden, wenn aus dem Gewerbegebiet schleichend ein Wohngebiet wird. Deshalb, rät der VPB: Wer lediglich schön wohnen will, der sollte sich nicht in Gewerbegebiete einkaufen!



06. Juli 2016

VPB: Auch kleine Bauten müssen oft genehmigt werden

BERLIN. Manche Grundstücksbesitzer bauen auf ihrem eigenen Land, worauf sie Lust haben, ohne dabei geltendes Recht zu beachten. Das beobachtet der Verband Privater Bauherren (VPB) immer wieder. Seien es Carports, Garagen oder Wintergärten, Gartenhäuser, Loggien oder Balkone. Auch Schwimmbäder und Baumhäuser entstehen mitunter ohne Baugenehmigung. Nicht immer setzen sich die Bauherren dabei bewusst über geltendes Recht hinweg, häufig handeln sie arglos. Sie ordern im Heimwerkermarkt oder Internet einen Bausatz und schrauben ihn am Wochenende in Eigenregie zusammen. Dass sie damit unter Umständen einen veritablen Schwarzbau errichtet haben, merken sie oft erst, wenn der Nachbar beim Bauamt interveniert und die Baupolizei zur Kontrolle auftaucht. Die Folgen – Abbruch oder Nachgenehmigung – sind unangenehm, sie kosten Zeit und Geld. Der VPB rät deshalb: Auch bei kleinen Bauten auf dem eigenen Grundstück immer vorher die Baubehörde fragen, ob eine Genehmigung dafür nötig ist oder nicht.



29. Juni 2016

VPB: Aufgaben und Honorierung der Planer vertraglich regeln

BERLIN. Kein Hausbau funktioniert ohne Architekt und Fachplaner. An jedem Bauwerk arbeiten heute neben dem Architekturbüro auch Energieplaner, Statiker, Brand- oder Schallschutzexperten. Dies gilt sowohl für Architektenhäuser, als auch für den Schlüsselfertigbau. Einziger Unterschied: Wer selbst plant und mit dem freien Architekten baut, der verpflichtet seine Planer selbst und bezahlt sie auch direkt. Für den Schlüsselfertigbau entscheiden sich viele, weil sie hoffen, dann genau das alles delegieren zu können. Das ist ein Irrtum, weiß der Verband Private Bauherren (VPB): Auch beim Schlüsselfertigbau müssen Architekten planen und überwachen und beispielsweise die Baugenehmigung beantragen. Und die Kosten für die Planung und Bauleitung hat der Schlüsselfertiganbieter selbstverständlich in die Kosten einkalkuliert. Der Bauherr spart also gar nicht so viel, er hat aber keinen Einfluss mehr, weil der Architekt nicht "sein" Experte ist, sondern von der Baufirma bezahlt wird. Es ist also fraglich, ob Bauherren auch auf ihre Fragen erhellende Antworten bekommen. In so einem Fall ist es besonders wichtig, zumindest einen eigenen unabhängigen Sachverständigen zu beauftragen, der für die Bauherren nach dem Rechten sieht.



22. Juni 2016

VPB: Nicht "schwarz" bauen!

BERLIN. Wer baut, der braucht dazu in der Regel eine Genehmigung. Das gilt auch für Um- und Anbauten. Manche Hausbesitzer nehmen es mit der Genehmigung aber nicht so ernst. Sie hoffen, mit kleineren Schwarzbauten schon irgendwie davon zu kommen. Das geht aber nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) meistens schief. Die Baubehörden dürfen im Rahmen des Polizei- und Ordnungsrechtes jederzeit Grundstücke betreten und kontrollieren, ob das, was dort steht, auch genehmigt ist. Ist das nicht der Fall, muss der Besitzer mit Abbruchverfügungen rechnen oder sich einem langwierigen und teuren Nachgenehmigungsverfahren stellen. Besser ist es, Um- und Anbauten regulär zu errichten, zumal die Kommunen inzwischen die Möglichkeiten nutzen, Luftbildaufnahmen direkt mit ihren Baudaten abzugleichen. Schwarzbauten fliegen also garantiert irgendwann auf.






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