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Expertenrat am Mittwoch


Hier finden Sie immer die aktuellen Artikel aus unserer Rubrik "Expertenrat am Mittwoch".


24. August 2016

VPB: Bautagebücher werden auch von Unternehmern gelesen

BERLIN. Früher oder später gibt es auf jeder Baustelle Probleme oder Missverständnisse. Besonders häufig ärgern sich Bauherren, wenn die Baufirma nur schwer zu erreichen ist. Da kommt es schnell zu Vermutungen: Mit der Firma stimmt wohl etwas nicht? Auch schlechte Arbeit, nicht eingehaltene Termine und muffige Antworten am Telefon tragen nicht zur Reputation eines Unternehmens bei, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Stellen Bauherren die Misere dann auch noch per Bautagebuch oder Baublog online, fürchten viele Firmen um ihren guten Ruf. Das Renommee ist ihr Kapital. Deshalb lesen Unternehmer inzwischen auch Bautagebücher und Baublogs, beobachten viele VPB-Berater. Die online geführten Bautagebücher entpuppen sich dabei zunehmend als sanftes Druckmittel im Umgang mit den Firmen. Vor allem aber sind Bautagebücher eine gute Dokumentation der eigenen Baustelle, sei es für Freunde oder zum späteren Nachschauen, wo genau nun die Leitungen eigentlich verlegt sind. Das VPB-Bautagebuch gibt es gratis im Servicebereich.



17. August 2016

VPB: Bauherren brauchen Baupläne und Berechnungen!

BERLIN. Wer ein Haus baut, der muss nicht nur die Baufirmen bezahlen und das Material, sondern auch sämtliche Planungen, die nötig sind, damit das Haus sicher steht und geltendem Recht entspricht. Schlüsselfertigbauherren interessieren sich nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) vor allem für das Haus und seine Ausstattung, weniger für die dazu nötigen Planungen. Entsprechend selten denken sie daran, die Übergabe der Planungsunterlagen vorab vertraglich zu regeln – und zwar so rechtzeitig, dass die Bauausführung auch anhand dieser Unterlagen vom Berater geprüft werden kann. Diese Regelung ist aber unentbehrlich. Fehlt sie im Vertrag, sehen nämlich auch Gerichte oft keinen Grund, dem Bauherrn nachträglich die Herausgabe der Planungsunterlagen zuzusprechen – und das, obwohl der Bauherr die Planleistungen honorieren muss. Bauherren brauchen ihre Pläne und Berechnungen aber unter allen Umständen: Einmal, damit sie die Planungen vom eigenen unabhängigen Experten prüfen lassen können. Zum Zweiten benötigen sie die Pläne, um jederzeit zu checken, ob die Planungen beim Bauen auch korrekt umgesetzt werden. Zum Dritten müssen Bauherren noch nach Jahren gegenüber dem Bauamt belegen können, dass ihr Haus kein Schwarzbau ist, sondern geltenden Vorschriften entspricht. Welche Pläne und Berechnungen Bauherren sich unbedingt aushändigen lassen sollten, das hat der VPB in seinem Ratgeber "Bauunterlagen" beschrieben. Er kann gratis hier heruntergeladen werden.



10. August 2016

VPB: Geht die Firma pleite, nicht einfach selbst weiterbauen!

BERLIN. Geht während des Hausbaus die Baufirma pleite, dann ist das für viele Bauherren eine echte Katastrophe, weiß der Verband Privater Bauherren (VPB). Mit der Insolvenz stockt das Bauvorhaben für mindestens sechs Monate. Ursache für die lange Verzögerung ist das Insolvenzverfahren, das bestimmte Schritte und Fristen vorgibt. Bauherren, die in das Insolvenzverfahren ihres Schlüsselfertiganbieters hineingezogen werden, haben schlechte Karten, so die Erfahrung des VPB. Denn bis entschieden ist, ob weitergebaut werden kann, vergeht viel Zeit, in der der Bauherr oft nichts tun darf, außer warten. Auch aus dem Vertrag kommt er im Normalfall nicht heraus. Auf keinen Fall darf er einfach selbst weiterbauen. Bauen die angehenden Hausbesitzer doch auf eigene Faust weiter, kann der Insolvenzverwalter von ihnen Schadensersatz verlangen, denn sie nehmen damit ja der Baufirma die Möglichkeit, den Bau eventuell doch noch selbst vertragsgemäß fertigzustellen. Der VPB rät deshalb: Kündigt sich eine Insolvenz an, dann geht Beratung klar vor Aktionismus!



03. August 2016

VPB: Bauen mit Bauträger birgt besondere Gefahren

BERLIN. Bauträger müssen sich in großen Städten kaum Sorgen um die Vermarktung ihrer Projekte machen: Eigentumswohnungen verkaufen sich dort praktisch von selbst, konstatiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Einher mit dem Boom geht auch eine unerfreuliche Entwicklung: Wo das Angebot knapp ist, und die Käufer bedingungslos alles akzeptieren, haben Bauträger keine Veranlassung, sich mit kritischen Bauherrenfragen auseinanderzusetzen. Dabei wäre es ideal, wenn Käufer den Vertragsentwurf vor der Unterschrift vom unabhängigen Experten prüfen ließen, damit sie wissen, auf was sie sich einlassen. Dazu haben sie sogar 14 Tage Zeit, denn der Notar muss ihnen zwei Wochen vor der Protokollierung alle Vertragsunterlagen zuschicken. Die Vertragsprüfung ist sinnvoll, denn gerade der Kauf vom Bauträger birgt besondere Gefahren: Bleibt der Bau wegen Insolvenz stecken, kann der Käufer nach den üblichen Vertragsmodellen beispielsweise nicht vom Vertrag zurücktreten, ohne sein bisher gezahltes Geld zu riskieren. Außerdem kann ihn die Bank des Bauträgers mit der Auszahlung des Gegenwerts der Bauruine abspeisen, egal, wie viel er tatsächlich schon bezahlt hat. So oder so kann der Käufer die Wohnung also gegen seinen Willen und mit Verlust verlieren. Deshalb ist es wichtig, vorab Vertrag und vor allem Zahlungsplan prüfen zu lassen und Abschlagszahlungen wirklich nur entsprechend dem Baufortschritt zu überweisen.



27. Juli 2016

VPB: Bei Zwangsversteigerungen auch nach Schulden fragen

BERLIN. Zwangsversteigerungen gelten als Schnäppchenbörse. Vor allem Eigentumswohnungen, die unter den Hammer kommen, sind mitunter recht günstig. Kaufinteressenten sollten dabei aber nicht vergessen: Mit dem Zuschlag übernehmen sie nicht nur die Rechte an der Eigentumswohnung, sondern auch alle damit verbundenen Pflichten, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Deshalb sollten sie sich vorab vom Verwalter sowohl die Teilungserklärung als auch die Gemeinschaftsordnung der Wohnungseigentümergemeinschaft zeigen lassen. Dort stehen wichtige Informationen über die Gemeinschaft, darunter der Verteilerschlüssel für die Kosten. Ob der Zuschlag ein Schnäppchen ist oder nicht, das hängt auch von den Vermögensverhältnissen der Gemeinschaft ab: Hat sie etwas auf der hohen Kante? Und falls Sanierungen geplant sind: werden die per Umlage finanziert oder sind die längst angespart? Aufschluss über den Zustand der Gemeinschaft geben die Protokolle der vergangenen Eigentümerversammlungen und die Jahresabrechnung.



20. Juli 2016

VPB: Streit vermeiden!

BERLIN. "Dann verklagen wir eben die Baufirma, schließlich sind wir im Recht!" Solche Sätze hören die Bauherrenberater des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder. Bauherren ärgern sich, oft zu Recht, über ihre Baufirma, sie fühlen sich im Stich gelassen, mitunter verraten und verkauft. Ein Richter soll dann für sie Gerechtigkeit herstellen. Der Gang vor Gericht ist im Alltag nicht immer die beste Lösung, warnt der VPB. Vor einem Rechtsstreit sollten Bauherren erst alle anderen Möglichkeiten bedenken und ausschöpfen. Wer vor Gericht zieht, der muss nämlich mit langen, manchmal jahrelangen Verfahren rechnen, und deren Ausgang ist ungewiss. Nach VPB-Erfahrung steht am Ende des Rechtsstreits oft auch kein Urteil, sondern ein Vergleich. Mitunter ist auch die Firma, die die Bauherren verklagt hatten, inzwischen insolvent. Dann fehlt den Bauherren nicht nur das Geld, das sie eigentlich erstreiten wollten, sondern sie bleiben auch noch auf den Verfahrenskosten sitzen – und das, obwohl sie vielleicht sogar gewonnen haben. Der VPB rät deshalb: Besser vorsorgen statt später streiten! Angehende Bauherren sollten immer zunächst den Bauvertrag prüfen lassen. Dabei bekommen sie einen Eindruck davon, wie die Schlüsselfertigfirma arbeitet: Hat sie alle Pläne und Berechnungen? Legt sie Zusatzkosten auf den Tisch? Offeriert sie Sicherheiten? Oder taktiert sie und hält die Bauherren hin? Mancher erbitterte Streit hat seinen Ursprung in komplexen Vertragspassagen. Genauso wichtig wie die Vertragskontrolle ist später natürlich die laufende Baukontrolle.






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