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Expertenrat am Mittwoch


Hier finden Sie immer die aktuellen Artikel aus unserer Rubrik "Expertenrat am Mittwoch".


30. November 2016

VPB: Hausbesitzer müssen Rauchwarnmelder nachrüsten

BERLIN. Alle Bundesländer schreiben demnächst den Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten vor: In Berlin tritt das entsprechende Gesetz am 1. Januar 2017 in Kraft. Auch Altbauten müssen in den meisten Ländern inzwischen nachgerüstet werden. Deadline für Bestandsbauten in Nordrhein-Westfalen und Saarland ist der 31. Dezember 2016, also in wenigen Tagen, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). In Sachsen liest sich zwar die Gesetzesbegründung anders, nach dem Gesetzeswortlaut selbst müssen Rauchwarnmelder seit 2016 aber nicht nur im Neubau, sondern auch im Bestand installiert werden, wenn nicht gerade zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Änderungsgesetzes ein Verfahren nach der alten Bauordnung bzgl. des Gebäudes lief. Selbst wenn kein Amt den Einbau der Melder kontrolliert, rät der VPB Hausbesitzern doch zum Einbau: Rauchwarnmelder retten Leben. Sie sind leicht zu installieren, können sogar geklebt werden. Rauchwarnmelder sollten mit dem Qualitätszeichen „Q“ gekennzeichnet sein und der Angabe „EN 14604“. Das „Q” ist ein unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchwarnmelder, die sich für den Langzeiteinsatz eignen. Auch solche Modelle sind inzwischen preisgünstig auf dem Markt. Die DIN 14676 regelt die Montage von Rauchwarnmeldern in allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Rettungswege gedacht sind. DIN-Normen sind aber keine Vorschriften, sondern Empfehlungen. Experten raten daher sogar zu noch mehr Sicherheit: Alle Räume sollten mit Brandmeldern ausgestattet sein, außer Bad und Küche, denn dort lösen wabernde Dunstwolken regelmäßige Fehlalarme aus.



23. November 2016

VPB: Bodengutachten muss in Planungen einfließen

BERLIN. Der Teufel steckt im Detail, wie etwa im Baugrund. Um Keller oder Bodenplatte sicher und technisch richtig zu konstruieren, müssen die Planer den Baugrund genau kennen, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Viele Bauherren wissen das inzwischen und klären auch vorab, ob in ihrem Bauvertrag ein Baugrundgutachten enthalten ist. Ist das der Fall, sind die meisten zufrieden. Das Baugrundgutachten als Vertragsleistung allein reicht aber nicht, warnt der VPB: Die Ergebnisse sind entscheidend! Erst die Erkenntnisse der Bodengutachter liefern die Basis für die Gründung des Hauses. Je nach Beschaffenheit des Baugrunds variieren Konstruktion und Ausführung des Unterbaus und damit natürlich die Kosten. Ein Bodengutachten muss deshalb immer vor der eigentlichen Planung gemacht werden, erinnert der VPB. Und die Ergebnisse müssen in die Planungen einbezogen werden. Sind die Pläne schon fertig, bevor die Ergebnisse des Bodengutachtens vorliegen, kann das nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. In diesem Fall müssen Bauherren mit Zusatzkosten rechnen, wenn sich der Boden doch noch als tückisch erweist.



16. November 2016

VPB: Vermieter müssen Einzugsbestätigungen ausstellen

BERLIN. Seit dem 1. November 2015 müssen Mieter und Vermieter laut Bundesmeldegesetz sowohl den Einzug als auch den Auszug eines Mieters bei der Meldebehörde melden. Der Gesetzgeber will damit Scheinanmeldungen verhindern, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Seit 1. November 2016 hat sich etwas geändert: Nun müssen Vermieter den Auszug eines Mieters nicht mehr melden. Alles andere bleibt wie es war: Innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug müssen sowohl Vermieter als auch Mieter den Einzug anzeigen. Dazu muss der Vermieter dem Mieter eine Bestätigung übergeben, die dieser wiederum bei der Meldebehörde abgibt. Das kann eng werden für die Mieter, wenn sich der Vermieter die vollen zwei Wochen Zeit lässt, um dem Mieter die Bescheinigung zu überreichen. Der Mieter gerät dann zeitlich in Verzug, was ihn als Ordnungswidrigkeit theoretisch bis zu 1.000 Euro Bußgeld kosten kann. Damit die Fristen gewahrt werden und auch das Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter nicht gleich am Anfang leidet, rät der VPB zu Pragmatismus: Vermieter sollten die Meldebescheinigung bereits bei der Wohnungs- und Schlüsselübergabe aushändigen. Dann liegt es am Mieter, ob er den Termin einhalten kann. Entsprechende Formulare gibt es gedruckt oder online bei der Meldebehörde.



09. November 2016

VPB: Vorm Grundstückskauf Bebauungsplan und Grundbuch prüfen

BERLIN. Wer bauen will der sucht zunächst ein Grundstück. Freies Bauland ist aber nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) seit Jahren rar. Kaum eine Kommune vergibt Bauland noch direkt an private Bauherren. Die meisten überlassen das Terrain Bauträgern und Investoren, die es dann bebauen und vermarkten. Sie verkaufen den Grund nur an Bauherren, die auch ihre Häuser bauen. Wer ein Haus nach eigenen Plänen verwirklichen möchte, der hat keine Chance. Deshalb neigen private Bauherren auch dazu, freies Bauland schnell zu kaufen, wenn sie es einmal angeboten bekommen. Der VPB rät aber auch bei den raren Gelegenheiten zur Vorsicht: Ein Grundstück ist schnell gekauft, aber es ist schwer und teuer, einen Fehlkauf rückgängig zu machen. Lage und Preis sind nicht die einzigen Kriterien für die Beurteilung eines Grundstücks. Der Stand der Erschließung, die Vorgaben des Bebauungsplanes, behördliche Auflagen, eventuelle Wegerechte oder mögliche Baulasten und vieles mehr müssen vor dem Kaufabschluss bedacht und sorgfältig geprüft werden. Wer ein Grundstück kaufen möchte, der sollte zwei Dinge immer tun. Den Notar bitten, im Grundbuch zu prüfen, welche Lasten auf dem Grundstück liegen. Und beim Bauamt checken, wie sich die Nachbarschaft entwickeln darf. Denn aus dem heute vorhandenen kleinen Siedlungshaus nebenan darf unter Umständen ein großer Block werden.



02. November 2016

VPB: Schlussrechnung nicht vor der Abnahme bezahlen!

BERLIN. In wenigen Wochen ist Weihnachten. Viele Bauherren möchten zum Jahreswechsel ins neue Heim ziehen. Das sollten sie nicht überstürzen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Vor dem Einzug steht nämlich die Bauabnahme – und die ist, neben der Vertragsunterzeichnung, der rechtlich gravierendste Schritt beim Bauen. Mit der Bauabnahme gehen alle Gefahren und Risiken auf die Bauherren über. Sie müssen das Haus ab sofort selbst versichern. Mit der Abnahme beginnt auch die Gewährleistungsfrist und die Schlusszahlung wird fällig, denn mit der Abnahme des Hauses bescheinigt der Bauherr dem Bauunternehmer, dass das Haus im Großen und Ganzen in Ordnung ist. Die Bauabnahme hat also weitreichende Folgen. Bauherren sollten deshalb auf einem Ortstermin auf der Baustelle bestehen und sich nicht mit einer Abnahme zwischen Tür und Angel abspeisen lassen, rät der VPB. Genau das versuchen aber viele Firmen. Sie drängen auf schnelle Abnahme. An einem Ortstermin haben sie wenig Interesse. Das ist aber nicht im Sinne der Bauherren. Sie müssen gemäß § 640 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) das bestellte Haus abnehmen und bezahlen, aber nur, wenn es keine gravierenden Mängel hat. Um festzustellen, ob tatsächlich alles in Ordnung ist, sollten Bauherren auf einer förmlichen Bauabnahme direkt am Haus bestehen – und die Abnahme mit einem unabhängigen Bausachverständigen vorbereiten. Auf keinen Fall sollten sie die Schlussrechnung vor der Abnahme bezahlen, warnt der VPB, denn damit geben sie ihr stärkstes Druckmittel aus der Hand.



26. Oktober 2016

VPB: Thermografie nur vom Experten machen lassen!

BERLIN. Entdecken Sie die Sparpotenziale ihres Hauses!" So oder so ähnlich werben im Herbst wieder Firmen. Sie offerieren billige Thermografieaufnahmen und erhoffen sich damit Aufträge für die Fassadensanierung. Thermografieaufnahmen können, so der Verband Privater Bauherren (VPB), Energielecks am Haus sichtbar machen. Allerdings nicht für hundert Euro, wie es manche Hauswurfsendungen suggerieren. Eine fachlich korrekte Thermografie kostet Zeit und damit Geld. Mit 500 bis 600 Euro müssen Hausbesitzer nach VPB-Erfahrung rechnen. Die Thermografie-Untersuchung besteht nicht nur aus vier Hausansichten, sondern wird je nach Gebäude individuell zusammengestellt. Je komplexer die Hausform, umso sorgfältiger muss der Thermograf die Fotoausschnitte auswählen, um sich ein Bild vom gesamten Objekt und damit auch von allen möglichen Wärmebrücken zu machen. Dazu gehören auch zwingend Thermografien von innen. Ein weiteres Qualitätsmerkmal für seriöse Thermografie-Angebote ist die Beratung. Eine Thermografie nutzt dem Hausbesitzer wenig, wenn er nur vier Farbausdrucke und keine fachliche Erklärung dazu bekommt. Der Hinweis "Ihr Haus muss gedämmt werden" reicht nicht aus. Solche Angebote kommen nach VPB-Erfahrung meist von Fassadenbaufirmen, die Dämmstoffe verkaufen wollen. Ein seriöser Thermograf erläutert die Ergebnisse seiner Thermografie schriftlich und mündlich und überlässt die Konsequenzen aus der Untersuchung immer dem qualifizierten Energieberater.






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