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Expertenrat am Mittwoch


Hier finden Sie immer die aktuellen Artikel aus unserer Rubrik "Expertenrat am Mittwoch".


25. Mai 2016

VPB: Bauherren dürfen sich nicht auf Notare verlassen!

BERLIN. Immobilien müssen in Deutschland über den Notar ver- und gekauft werden. Der Notar agiert beim Immobiliengeschäft als Stellvertreter des Staates und übernimmt mit der Beurkundung hoheitliche Aufgaben, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Entsprechend angesehen sind Notare. Viele Bauherren und Käufer verlassen sich bei der Beurkundung sogar komplett auf den Notar und unterstellen, er kümmere sich in ihrem Sinne um Gerechtigkeit und Fairness. Das ist aber nicht der Fall, warnt der VPB. Es ist weder ihre Aufgabe noch gar ihre Pflicht, zu prüfen, ob der Kaufvertrag für eine schlüsselfertige Immobilie "fair" ist oder den Käufer gar einseitig benachteiligt. Im Gegenteil: Notare sind zu strikter Neutralität verpflichtet. Sie achten nur darauf, ob der Vertrag geltendem Recht entspricht. Und sie müssen den Bauherren die Vertragsunterlagen 14 Tage vor dem Notartermin zustellen. Innerhalb dieser Frist hat der Bauherr dann Gelegenheit, den Vertragsentwurf selbst vom unabhängigen Experten prüfen zu lassen.



18. Mai 2016

VPB: Schlechtwetter in den Vertrag aufnehmen

BERLIN. Wer jetzt seinen Bauvertrag abschließt, der wird möglicherweise bis in den Winter hinein bauen. Was passiert dann mit der Baustelle? Wer sichert Rohbau und auf der Baustelle lagernde Bauteile gegen Eis, Schnee und Dauerregen? Hier ist der Bauunternehmer in der Pflicht, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Bis zur Bauabnahme eines Hauses durch den Bauherrn muss die Baufirma das Gebäude sowie alle damit verbundenen Leistungen und Materialien vor Winterschäden schützen. Art und Umfang der erforderlichen Schutzmaßnahmen richten sich dabei nach den Gegebenheiten im Einzelfall. Das allerdings birgt nach Erfahrung des VPB einigen Konfliktstoff. Um sich vor unnötigen Streitigkeiten zu schützen, rät der VPB deshalb, bei Bauarbeiten, die über den Winter laufen, von vornherein klare vertragliche Regelungen zu treffen, wie und mit welchem Aufwand die Baustelle gesichert werden muss. Private Bauherren sollten sich dazu vom unabhängigen Bausachverständigen beraten lassen.



11. Mai 2016

VPB: Baumängel vor Ende der Gewährleistung beheben lassen!

BERLIN. Jede Wohnungseigentümergemeinschaft braucht einen Verwalter. Der Verwalter sorgt unter anderem für die bauliche Instandhaltung der Anlage. Er ist der Eigentümergemeinschaft vertraglich verpflichtet, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Allerdings nehmen es nicht alle Wohnungsverwalter so genau mit ihren Pflichten. Vor allem junge Eigentümergemeinschaften, die sich untereinander noch nicht kennen, erleben gelegentlich böse Überraschungen: Sobald nach fünf Jahren der Verwalter wechselt, entdeckt der neue Verwalter Baumängel, die längst hätten beseitigt werden müssen, die der noch vom Bauträger eingesetzte Verwalter aber ignoriert, wenn nicht sogar verschleppt hat. Grund dafür ist die Gewährleistungsfrist: Innerhalb der ersten fünf Jahre müssen alle Mängel, die entdeckt werden, noch vom Bauträger auf dessen Kosten beseitigt werden. Alles, was danach ans Tageslicht kommt, geht – von einigen Ausnahmen abgesehen – zu Lasten der Gemeinschaft. Zwar können die Eigentümer eventuell gerichtlich gegen den ehemaligen Verwalter vorgehen, aber das dauert. Besser ist es, noch vor Ablauf der Gewährleistung einen Bausachverständigen mit der gründlichen Baukontrolle zu beauftragen. Der Gesetzgeber hat inzwischen übrigens das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) geändert: Laut § 26 Abs. 1 Satz 2 WEG darf der erste Verwalter nur noch für drei Jahre bestellt werden, also nicht mehr für die gesamte Dauer der Gewährleistungsphase. Die Gemeinschaft muss allerdings auch von ihren Rechten Gebrauch machen und den Verwalter rechtzeitig wechseln.



04. Mai 2016

VPB: Wohnung vor dem Kauf mehrmals besichtigen!

BERLIN. Eigentumswohnungen sind beliebt, neue wie alte. Wer eine Altbauwohnung kaufen möchte, der sollte sie vorab prüfen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Neben der Ortsbesichtigung mit dem unabhängigen Bausachverständigen, sollten sich die Käufer auch die Umgebung näher anschauen. Am besten, sie besuchen die Immobilie mehrfach: Am Tag ist die Nachbarschaft gut zu erkennen. Dann zeigt sich auch, wie die Lichtverhältnisse im Haus sind, und ob der Blick vom Balkon wirklich nur ins Grüne schweift oder ob da doch ein Hinterhof mit Gewerbe stört. Unentbehrlich ist auch eine Besichtigung nach Feierabend und am Sonntag. Dann sind alle Bewohner daheim. Der Interessent merkt schnell, wie hellhörig die Bausubstanz ist. Das ist wichtig, so der VPB, denn Schallschutz lässt sich nur schwer nachrüsten. Sind schon bei der Besichtigung Waschmaschinen, Klaviere, Aufzug, Toilettenspülungen und fröhlich trappelnde Kinder störend laut, sollten die Interessenten besser ein anderes Objekt suchen. Eine Besichtigung am Abend zeigt auch, ob es rund ums Haus Parkplätze gibt und wer sich abends so auf den Straßen tummelt. Am Feierabend sind auch die Nachbarn zu Hause, und die sollten Kaufinteressenten unbedingt besuchen. Zum einen muss man mit diesen Menschen auskommen, zum anderen wissen die Nachbarn oft Interessantes übers Haus zu erzählen. Sie sind die richtigen Ansprechpartner wenn es um den Umgang miteinander und die Gepflogenheiten im Haus geht. Schließlich wollen die Käufer sich ja auch wohlfühlen im neuen Heim.



27. April 2016

VPB: Bauherren haben Anspruch auf Sicherheiten

BERLIN. Private Bauherren, die ein Wohnhaus bauen oder umbauen, haben gesetzlichen Anspruch auf Sicherheiten, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Entsprechend Paragraf 632a Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) können Bauherren, die Abschlagszahlungen leisten, fünf Prozent des Gesamtwerklohns als Sicherheit einbehalten. Dieses Geld können sie so lange von den ersten Abschlagszahlungen abziehen, bis die fünf Prozent des gesamten Werklohnes erreicht sind. Das geht allerdings nur, wenn Unternehmer von sich aus keine anderen Sicherheiten anbieten. Stellt ein Unternehmer selbst beispielsweise eine sogenannte Vertragserfüllungsbürgschaft, können Bauherren kein Geld einbehalten, erläutert der VPB. In diesem Fall sollten Bauherren aber unbedingt prüfen, was die Bürgschaft wert ist: Wer stellt sie? Ist die Bürgin eine in Deutschland zugelassene Bank oder Versicherung? Und vor allem: Wie lange läuft sie? Häufig sind Bürgschaftsformulare zeitlich befristet, warnt der VPB. Das ist nicht in Ordnung, denn Bauherren haben gemäß Paragraf 632a BGB das Recht auf eine zeitlich unbefristete Sicherheit. Und noch etwas ist wichtig: Beauftragen die Bauherren während des Baus Sonderwünsche und steigt deshalb der Werklohn während der Bauphase um über zehn Prozent, so können die Bauherren auch auf diesen zusätzlichen Werklohn fünf Prozent Sicherheit fordern – was entweder durch einen weiteren Einbehalt oder durch die Übergabe einer ergänzenden Bürgschaft abgesichert werden kann.



20. April 2016

VPB: Bauherren bezahlen für Pläne und Berechnungen!

BERLIN. Wer ein Haus baut, der muss nicht nur die Baufirmen bezahlen und das Material, sondern auch sämtliche Planungen von den Ausführungsplänen über die Statik, vom Entwässerungsplan über den Wärmeschutznachweis bis hin zum Lüftungskonzept oder Schallschutznachweis. Schlüsselfertigbauherren interessieren sich nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) aber mehr für das Haus und weniger für die dazu nötigen Pläne. Deshalb vergessen sie auch oft, sich die Planungsunterlagen vertraglich zusichern zu lassen. Das ist aber unentbehrlich, denn die Bauherren brauchen viele Pläne und Berechnungen von Anfang an, um kontrollieren zu können, ob Planung und Bauausführung technisch in Ordnung sind und geltendem Recht entsprechen. Bei der Beurteilung unterstützen sie unabhängige Bausachverständige, aber auch die können ohne Pläne und Berechnungen nicht prüfen, ob das Haus statisch in Ordnung ist, ob die im Vertrag vereinbarten Materialien tatsächlich eingebaut und ob die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt werden. Letzten Endes haften die Bauherren dafür, dass ihre Immobilie geltendem Recht entspricht. Dazu brauchen sie dringend ihre Pläne. Und die müssen sie sich vertraglich zusichern lassen, damit sie sie auch bekommen. Es muss auch festgelegt werden, wann welche Unterlagen vorliegen müssen. Was Bauherren sich alles aushändigen lassen sollten, das steht im VPB-Ratgeber "Bauunterlagen", und den gibt’s gratis: http://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Bauunterlagen.pdf






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