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Presseinformation vom 19. Juni 2008

VPB rät: Nach Hochwasser nasse Keller sorgfältig trocknen!


BERLIN. Die ersten Sommerunwetter sind bereits über Deutschland gezogen und haben mit ihren enormen Regenmengen zahlreiche Keller unter Wasser gesetzt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) warnt vor den Folgen: "Nasse Keller müssen schnell und sorgfältig getrocknet werden", erläutert VPB-Vorsitzender Thomas Penningh, "denn nasse Wände und feuchtes Raumklima sind ideale Nährböden für Schimmel."

Bereits jede zweite Wohnung, so rechnet der VPB langjährige Erfahrungen hoch, ist vom Schimmel befallen. Hauptursache für den Schimmelbefall sind Feuchtigkeit und Nässe, die durch Bauschäden ins Haus eindringen und dann nicht sachgemäß behoben und getrocknet werden. "Schimmelschäden sollten sehr ernst genommen werden", warnt Verbraucherschützer Penningh, "denn rund einhundert der 100.000 existierenden Schimmelpilzarten gefährden die Gesundheit der Hausbewohner.

Haben sich Schimmelpilze erst einmal im Gebäude etabliert, dann hilft nur eines: Sanierung aller betroffenen Bauteile und notfalls sogar deren Ausbau. Im Keller sind meist Boden und Wände gleichermaßen betroffen. Die Wandsanierung ist aufwändig, aber unumgänglich: Der Putz muss komplett abgeschlagen und die Oberfläche neu aufgebaut werden. Einfach nur drüber streichen, das funktioniert nicht, warnt der VPB.

Stand der Boden unter Wasser, kann sich der Schimmel unter Umständen bis unter den Estrich und in der Dämmebene des Bodens ausgebreitet haben. Auch der von Schimmel befallene Fußboden muss komplett - samt Estrich und Fußbodendämmung - ausgebaut und erneuert werden. Eine Alternative ist das Trocknen des Estrichs und der anschließende Einbau des diffusionsoffenen Estrichfugensystems, um gasförmige und partikelartige Schimmelpilzbestandteile aus dem Unterboden zurückzuhalten.

Schimmelsanierung, so warnt der VPB, ist keine Sache für den Heimwerker, ebenso wenig wie das Trocknen der nassen Räume. In beiden Fällen sollten sich Hausbesitzer zunächst vom Bausachverständigen beraten lassen. Er prüft Art und Ausmaß des Wasserschadens und rät zur angemessen Trocknungs- oder Sanierungsmethode. Dabei ist die meist angewandte Trocknungsmethode mit einem Gebläse häufig gesundheitsschädlich, weil sie überhaupt erst Schadstoffe und Schimmelsporen im ganzen Haus verteilt. "Erste Adresse für die Ausführung der beschlossenen Arbeiten sind immer ortsansässige Fachfirmen", rät Thomas Penningh. Reisende Handwerkertrupps, die gelegentlich in Kata-strophengebieten unterwegs sind und ihre Dienste an der Haustür anbieten, sollten Geschädigte meiden, warnt der VPB. Die Firmen arbeiten oft schlecht und sind bei später auftauchenden Gewährleistungsansprüchen nicht mehr zu greifen.


Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111,
E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.


Pressekontakt: VPB-Pressebüro, Dipl.-Ing. Eva Reinhold-Postina, Telefon: 030 278901-22, E-Mail: presse@vpb.de

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