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Ungewöhnlicher Baukörper München


Einfamilienhaus in Dortmund von Architektin Leona Geitner

Ungewöhnlicher Baukörper aus Stahlbeton mit Ziegelvorsatzschale

Wer ein Grundstück bebauen will, das nicht in einem sogenannten B Plan-Bereich liegt, braucht einen langen Atem. Die planersetzenden Vorschriften des öffentlichen Bauplanungsrechts verlangen für Vorhaben innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile, dass sie sich dort einfügen. Über diese Frage, die keine Uniformität bedeutet, lässt sich trefflich mit der Behörde diskutieren - und vor dem Verwaltungsgericht streiten. Für den Entwurf dieses vom traditionellen Haustyp deutlich abweichenden Wohnhauses wurde die Genehmigung zunächst mehrere Monate verweigert.

Nun steht das Haus ganz selbstverständlich da, unter einer auffälligen Dachform mit zwei Giebeln über Eck und einem markanten Erkeranbau zur Straßenkreuzung. Diese ungewöhnliche bauliche Lösung ergibt sich sinnfällig aus der Lage des Gebäudes auf einem Eckgrundstück. Ungewohnt in München ist zudem die Materialität der Fassade: Der Baukörper ist mit feinen, flachgestrickten Ziegeln verkleidet. Alle Öffnungen sind präzise auf das Mauerwerk abgestimmt.

Die Fenster sitzen, je nach Innenraumbezug, tief in der Laibung oder bündig mit kräftigem Rahmen in der Fassade, um die breite Fensterbank auch als Sitzfläche nutzen zu können. Sie wurden, ebenso wie Hauseingang und Garagentor, aus Eiche gefertigt. Das Vordach und die Gartentore sind aus Metall.

Einfamilienhaus in Dortmund von Architektin Leona Geitner

Im Inneren formulierte die Architektin differenzierte Höhen aus, um auf die unterschiedlichen Nutzungsbereiche und Raumgrößen zu reagieren. Eine Sichtbetonwand unterteilt das Haus daher in eine zwei- und eine dreigeschossige Hälfte. Auch hier ist der Materialkanon bewusst beschränkt: Eiche wurde auf dem Boden verlegt, in zwei unterschiedlichen Mustern, ebenso wie auf den Treppenstufen. Auch die Einbaumöbel sind aus Eiche gefertigt.

Einfamilienhaus in Dortmund von Architektin Leona Geitner

Juramarmor liegt auf dem Boden im Eingangsbereich. Der helle, fossilreiche Kalkstein wurde zudem im Treppenhaus, in der Küche und den Bädern sowohl auf den Böden wie auch für Arbeits- und Waschtischflächen verwendet. Im Zusammenspiel mit dem schwarzen Stahl der filigranen, offenen Treppenkonstruktion und dem Leinen für Tapeten und Vorhänge wirkt das Haus wertig. Und vor allem: wohnlich.

Hier die Gebäudedaten:
  • Standort: München
  • Grundstücksgröße: 733 m²
  • Wohnfläche: 296 m²
  • Anzahl der Bewohner: 4
  • Bauweise: Stahlbeton mit Ziegelvorsatzschale
  • Fertigstellung: 03/2016

Architektenkontakt:
Katrin Hootz
Architektengesellschaft mbH
Erzießerstraße 24
80335 München
www.katrinhootz.com

Die Fotos stammen von:
Julia Schambeck, München www.juliaschambeck.de


Weitere Informationen und Pläne zum Objekt auf der Website
"Die besten Einfamilienhäuser":


https://www.die-besten-einfamilienhaeuser.de/wohne-lieber-ungewoehnlich/







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