Baubegleitung
Sehr viele Bauherren stürzen sich Jahr für Jahr in das "Abenteuer" Hausbau. Im Grunde eine tolle Idee, leider nur kommt es gerade beim Bau eines Hauses immer wieder zu Problemen und Komplikationen. Für den Bauherren wäre es daher sinnvoll, eine Baubegleitung durch
Baufachleute zu erhalten.
In den letzten Jahren bauen immer weniger Menschen mit einem eigenen Architekten. Um die Kosten niedrig zu halten und um vermeintlich eigene Fehler zu vermeiden, erwerben viele ein schlüsselfertiges Haus. Man begibt sich damit aber unter Umständen nur in fatale Abhängigkeiten. Es fehlt der Ansprechpartner und der zuverlässige Auskunftgeber, um sich ein Bild vom jeweiligen Stand des Baus zu machen. Nur eine unabhängige
Baubegleitung schützt vor den Nachteilen des schlüsselfertigen Bauens. Als Laie hat man es oft mit ungenaue Leistungsbeschreibungen, lückenhafte Angeboten und überzogenen Kosten zu tun und kann dies ohne fachmännische Baubegleitung noch nicht einmal richtig einschätzen. Vor allem wenn der Bauträger pleite geht, wünscht man sich, vorher eine unabhängige Baubegleitung mit ins Boot geholt zu haben.
Eine Baubegleitung sollte eigentlich für jeden Bauherren eine Selbstverständlichkeit sein, zumal die Kosten im Vergleich zum Nutzen sehr gering sind. Eine unabhängige Baubegleitung prüft alle Angebote von Fertighausfirmen, Schlüsselfertig-Anbietern oder Generalunternehmern noch vor dem Vertragsabschluss. Außerdem wird bei einer Baubegleitung durch einen erfahrenen Bauberater jedes Angebot genau analysiert und alle Offerten verglichen. Der
Bauberater lässt gegebenenfalls Leistungsbeschreibungen nachbessern, kontrolliert die Kostenaufstellungen und sorgt für die genaue Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen und vertraglich vereinbarten Qualitätsstandards auf der Baustelle.
Seit Anfang 2008 bekommen übrigens Hausbesitzer von der KfW-Bank nicht nur Zuschüsse zur energetischen Sanierung ihres Eigenheims, sondern auch bis zu 1.000 Euro für die unabhängige
Bauberatung und Baubegleitung bei der Sanierung. Unabhängige Bauberatung ist unentbehrlich, denn wer falsch saniert, der holt sich unter Umständen enorme Folgeschäden ins Haus.
Die KfW bezuschusst die Baubegleitung bei Sanierungen auf Neubauniveau oder nach der Energieeinsparverordnung (EnEV). Der Zuschuss – die Hälfte der Beratungskosten bis maximal eintausend Euro – ist jeweils an ein konkretes Sanierungsvorhaben gekoppelt, das entweder mit einem Kredit oder einem Zuschuss im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der KfW gefördert wird. Über Details zur
Baubegleitung, Kosten und Sanierungsprogramme informiert Sie einer unserer
Bauherrenberater gerne.
Tübingen
Tübingen ist eine Universitätsstadt in Baden-Württemberg rund 40 Kilometer südlich von Stuttgart. Die gesamte Einwohnerzahl beträgt 85.000. In der Nähe von Tübingen liegen die Städte Bad Urach, Balingen, Bondorf, Dettingen an der Erms, Eningen unter Achalm, Gomaringen, Engstingen, Hechingen, Herrenberg, Horb am Neckar, Kirchentellinsfurt, Metzingen, Mössingen, Münsingen, Nagold, Neckartailfingen, Nehren, Nürtingen, Ofterdingen, Pfullingen, Reutlingen, Rottweil, Rottenburg und Waldenbuch.
Bauen in Tübingen
Seit 2006 unterstützt ein Gestaltungsbeirat als unabhängiges Gremium den Gemeinderat und die Verwaltung. Er begutachtet Vorhaben von besonderer städtebaulicher Bedeutung in ihrer Auswirkung auf das Tübinger Stadt- und Landschaftsbild. Ziel ist es, zur Verbesserung des Stadtbildes beizutragen, die architektonische Qualität auf einem hohen Niveau zu sichern, sowie städtebauliche und architektonische Fehlentwicklungen zu verhindern.
Südstadtentwicklung in Tübingen
Seit 1993 entstand im Tübinger Süden auf den Flächen der ehemaligen französischen Garnison ein urbaner lebendiger Stadtteil, der durch Nutzungsmischung, hohe Dichte und vielfältige Architektur geprägt ist. Das Projekt fand im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme statt. Es umfasst ca. 65 ha, auf denen rund 2.000 Arbeitsplätze und Wohnraum für etwa 6.500 Menschen entstanden. Die Quartiere Französisches Viertel und Loretto-Areal sind inzwischen abgeschlossen. Die Durchmischung von Wohn- und Gewerbeflächen macht die neu entwickelten Bereiche in der Tübinger Südstadt besonders für kleine und mittlere Unternehmen mit Service- und Dienstleistungsangeboten interessant. Maßgeblicher Initiator der Planung war der damalige Leiter des Stadtsanierungsamt Tübingen, Andreas Feldtkeller. Die Quartiere sind mehrfach international preisgekrönt. Besondere Kennzeichen des Viertels sind: die großzügig gestalteten öffentlichen Räume, die hohe bauliche Dichte (über 2300 Bewohner auf einer Fläche von 300 x 550 m), die Verkehrsberuhigung und das Bauen in Baugemeinschaften. Auf Grund der Pflicht, im Erdgeschoss Läden, Büros, oder Gewerbebetriebe unterzubringen, entsteht eine vielfältige Nutzungsmischung. Arbeiten und Wohnen an einem Ort, Stadt der kurzen Wege.
Mühlenviertel in Tübingen
Mit dem Mühlenviertel schlug die Universitätsstadt Tübingen 2005 ein neues Kapitel der Stadtentwicklung auf. Die stadteigene Wirtschaftsförderung WIT erwarb die Gewerbebrache in Derendingen. Der Entwurf war Ergebnis eines internationalen städtebaulichen Wettbewerbs. Das Projekt ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Der Mühlbach wurde renaturiert und verlegt. Das ehemalige Maschinenmagazin wurde zu einem Kinderhaus, einem Versammlungsort für das Quartier, einer Altenpflegeschule und Mietwohnungen umgebaut. In Teilen dient eine Gemeinschaftstiefgarage als Baugrundstück für die Stadthäuser, die durchweg über einen überdurchschnittlichen energetischen Standard - bis hin zum Passivhaus - verfügen.