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Pressemitteilung vom 20. Juli 2016

VPB-Sommerserie 2016: Rund um die Eigentumswohnung
VPB: Vor dem Kauf der Eigentumswohnung eigene Bedürfnisse klären


BERLIN. Eigentumswohnungen sind in den Städten eine weit verbreitete Form des Immobilienbesitzes. Junge Leute nutzen sie zum Einstieg in den Wohnungsmarkt. Zunehmend interessieren sich auch Ältere wieder fürs Wohnen auf der Etage: Senioren, denen Haus- und Gartenpflege zu beschwerlich werden, suchen gezielt nach barrierearmen Wohnungen, in denen sie möglichst lange selbstbestimmt wohnen und wirtschaften können. Eine dritte Gruppe kauft heute Eigentumswohnungen als Investment und zur Altersvorsorge. In kleinen, überschaubaren Einheiten, unter guter Verwaltung, versuchen Privatleute, ihr Geld vor Entwertung zu retten oder möglichst zu mehren. Gesucht wird nach Beobachtungen des Verbands Privater Bauherren (VPB) aktuell alles: Neubauwohnungen, Altbauwohnungen, auch denkmalgeschützte Immobilien, Lofts in ehemaligen Gewerbeimmobilien, Penthäuser und Seniorenwohnungen. Ob eine Eigentumswohnung eine gute Investition ist oder nicht, das hängt von vielen Faktoren ab, von den individuellen Bedürfnissen aber auch von der Bauqualität und der Zuverlässigkeit seriöser und solventer Baufirmen.

Wer eine Eigentumswohnung sucht, um sie selbst zu beziehen, der muss wissen, was er braucht: Lage, Größe, Raumaufteilung, Kaufpreis und Nebenkosten. Die neue Wohnung muss den individuellen Bedürfnissen der Käufer entsprechen. Eine wirklich gute Wohnung findet aber nur, wer kühl und objektiv prüft. Werbeflyer in Hochglanz sind keine verlässliche Entscheidungshilfe, warnt der VPB. Der erste Schritt zur Eigentumswohnung beginnt mit der Analyse der eigenen Wünsche. Zum Beispiel in Bezug auf die Lage des Objekts. Welche Infrastruktur benötigen die künftigen Nutzer und ihre Angehörigen? Sind sie auf medizinische Betreuung angewiesen? Fahren sie mit dem öffentlichen Nahverkehr? Oder suchen sie eher die schnellen Anbindungen im Individualverkehr? Brauchen sie Schulen, Kitas, Bildungsangebote in der Nachbarschaft? Legen sie Wert auf Kultur in der Nähe und wenn ja, welche Angebote möchten sie nicht missen? Bedenken sollten Kaufinteressenten bei der Klärung dieser Fragen nicht nur das Heute, sondern auch die Entwicklung ihrer Familie in Zukunft, rät der VPB. Wer selbst kleine Kinder hat, der schätzt den Kinderspielplatz nebenan, in einigen Jahren wird er ihm vielleicht doch zu laut ...

Weil Wohnungen im Idealfall nicht nur ihren Wert behalten, sondern sogar steigern, sollten Käufer bei der Auswahl der Immobilie auch an die demografische Entwicklung der Gegend denken. Wie wird sich die Nachfrage am zukünftigen Wohnort entwickeln? Verliert die Stadt an Attraktivität, dann sinken die Preise, mitunter wird Eigentum sogar unverkäuflich. Zieht die Region Menschen an, steigen in der Regel Nachfrage und Immobilienpreise. Wer heute schon weiß, er wird in einigen Jahren die Eigentumswohnung wieder veräußern, der sollte besonders auf eine attraktive Nachbarschaft achten, damit der Wert der Immobilie erhalten bleibt, empfiehlt der VPB.

Bedenken sollten Käufer auch die Struktur der zukünftigen Eigentümergemeinschaft. Wie wird sich die Gemeinschaft entwickeln? Jüngere ziehen oft nach einigen Jahren wieder weg. Auf sie ist als Nachbarn auf Dauer kein Verlass. Jüngere sind auch oft finanziell noch nicht so etabliert und neigen aus Vorsicht dazu, Schönheitsreparaturen und Instandhaltungsarbeiten auf die lange Bank zu schieben. Ältere wissen, was von ihrer Rente übrig bleibt und wie viel sie davon in die Immobilie investieren können. Je nachdem, wie lange jemand beabsichtigt, in der Gemeinschaft zu wohnen, verändert sich sein Bedürfnis, langfristig in die Anlage zu investieren und sie vielleicht sogar durch Aufstockung oder Ausbau zu vergrößern, um damit den Wert der eigenen Wohnung zu steigern.

Die meisten Wohnungskäufer beginnen nach VPB-Erfahrung allerdings nicht mit der Analyse der eigenen Bedürfnisse, sondern besichtigen, was gerade auf dem Markt ist. Dabei lassen sich dann manche auf einen regelrechten Bieterwettbewerb ein und akzeptieren Kompromisse, die sie bei nüchterner Betrachtung nicht hinnehmen würden. Die Probleme kommen dann später. Deshalb rät der VPB unbedingt zur Klärung der eigenen Bedürfnisse vorab. Wer sich im Vorfeld Gedanken macht, was er sucht - und auch, was er absolut nicht haben will, - der vermeidet Fehlentscheidungen. Wer schon im Vorfeld weiß, er braucht viel Grün zum Leben, der sollte für die Wohnung im elften Stock erst gar keinen Besichtigungstermin ausmachen. Und wer urban leben will, der besichtigt konsequenterweise gar keine Vorstadtwohnungen. Klar formulierte Wünsche verhindern Umwege, Frust und Fehlkäufe!


Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111,
E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.


Pressekontakt: PPR, Am Stützelbaum 7, 64342 Seeheim-Jugenheim, Telefon 06257 507990, Fax: 06257 507994, E-Mail: presse@vpb.de


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