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Presseinformation – Serviceartikel
Stichwort: Mangelhafte Baubeschreibung


Baubeschreibungen sind nicht immer eindeutig


Bauschreibungen sind mit Vorsicht zu genießen: Oft entsprechen die darin beschriebenen Leistungen nicht den gesetzlich geforderten Normen. Immer wieder, so warnt der Verband Privater Bauherren (VPB), werden arglose Bauherren hinters Licht geführt.

Einer von vielen typischen Fällen aus der Praxis der bundesweit tätigen Verbraucherschutzverbands: Der Bauherr unterschreibt einen Bauvertrag für den Bau eines „Niedrigenergiehauses“. Darin steht auch genau, welche gesetzlichen Vorschriften bei dieser Art Haus erfüllt werden müssen. Sogar die vorgesehenen Wärmeschutzmaßnahmen werden detailliert aufgelistet, bis hin zur exakten Stärke der Mineralwolle. Was der Bauherr aber nicht ahnt: Die genannte Stärke der Mineralwolle reicht bei weitem nicht aus, um den Niedrigenergiestandard auch tatsächlich zu erreichen! Was tun?

Das Problem ist kompliziert, denn obwohl sich der Bauunternehmer zum Bau eines „Niedrigenergiehauses“ vertraglich verpflichtet hat, hat er gleichzeitig genaue Materialstärken bei der Wärmedämmung vereinbart. Verlangt der Kunde nun Nachbesserung bei der Dämmung, so kann der Bauunternehmer dafür auch mehr Geld fordern.

Deshalb ist es klüger, rät der VPB, sich schon vor Vertragsabschluss gut informieren zu lassen. VPB-Bauherrenberater empfehlen, sich bei Bauverträgen immer nur auf eine eindeutige Qualitätsbeschreibung zu beschränken, in diesem Fall das „Niedrigenergiehaus“. Dann ist das Bauunternehmen vertraglich in der Pflicht und muss alle Vorkehrungen treffen, um die Standards auch wirklich zu erreichen.

Entsprechende urteilte auch der Bundesgerichtshof (BGH VII ZR 350/96 vom 16.07.98). Sollte der Bauherr trotz der Bestellung eines Niedrigenergiehauses bestimmte Qualitäten genau beschreiben wollen, so rät der VPB ihm, vor jede wärmetechnische Qualitätsangabe das Wort „mindestens“ zu setzen. Dann ist der Bauunternehmer verpflichtet fürs gleiche Geld mehr zu liefern, wenn der Wärmeschutznachweis dies erfordert.


Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111,
E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.


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