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Deutschland steht vor einer neuen Wohnungsnot. Dies bef\'fcrchtet der Verband Privater Bauherren (VPB), der in dieser Woche zusammen mit der Aktion "Impulse f\'fcr den Wohnungsbau" allen neu gew\'e4 hlten Bundestagsabgeordneten ein 10-Punkte-Programm zur F\'f6rderung des Wohnungsbaus \'fcberreicht hat. \par \par "Aktuell werden in Deutschland pro Jahr nur 156.000 Wohnungen gebaut, Tendenz fallend. Heute aber liegt der Bedarf bereits bei 225.000 Wohnungen; vor allem in den Ballungsgebieten ist die neue Wohnungsnot bereits sp\'fcrbar", erl\'e4 utert Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbraucherschutzverbands. "Versch\'e4rft wird die Situation zus\'e4tzlich durch den Wegfall \'e4lterer Wohnungen. Sie k\'f6nnten zwar technisch modernisiert werden, aber der finanzielle Aufwand lohnt sich nicht f \'fcr die Eigent\'fcmer. So gehen Jahr f\'fcr Jahr bis zu 175.000 Wohnungen verloren." \par \par Die Ursache f\'fcr diesen schleichenden Wohnungsverlust sieht der Verband Privater Bauherren in den immer h\'f6heren energetischen Anforderungen f\'fcr Modernisierungswillige. "Zwar unterst\'fctzt der Staat Immobilienbesitzer durch zinsverg\'fc nstigte Kredite, aber die H\'fcrden liegen viel zu hoch", kritisiert Thomas Penningh. "Die gesetzlichen Auflagen sind extrem komplex. Laien verstehen die Programme nicht mehr. Sie m\'fcssen sich selbst f\'fcr kleinste Sanierungsma\'df nahmen fachliche Hilfe holen. Tun sie das nicht und sanieren falsch, m\'fcssen sie sogar mit Bu\'dfgeldern rechnen. Dazu kommen hohe Kosten f\'fcr zeitgem\'e4\'dfe D\'e4mmung und moderne Anlagentechnik", erl\'e4utert der Bausachverst\'e4ndige und f\'fc gt hinzu: "Die meisten deutschen Hausbesitzer wollen energetisch sanieren und etwas f\'fcr die Umwelt tun. Aber sie haben vor den st\'e4ndig steigenden Anforderungen resigniert", res\'fcmiert der VPB-Vorsitzende die Stimmung auf dem privaten Bausektor. \par \par "Die politisch gewollte CO2-Reduzierung kann aber nur mit dem privaten Bauherren gelingen. Und dazu brauchen wir einfache gesetzliche Vorgaben und finanzierbare Bedingungen. Au\'dferdem darf die Latte der gesetzlichen Vorschriften nicht st\'e4 ndig wieder h\'f6hergelegt werden. Das gilt f\'fcr den Neubau wie f\'fcr den Altbau: Wer heute nach den bereits strengen Vorgaben der gerade erst in Kraft getretenen EnEV 2009 baut, der wei\'df jetzt schon, dass sein Haus in drei Jahren energetisch wieder \'fcberholt ist. Dann soll die neue EnEV 2012 greifen, mit wieder neuen H\'f6chstwerten. Dabei liegt die letzte EnEV-Versch\'e4rfung erst zwei Jahre zur\'fcck." \par \par Der Verband Privater Bauherren (VPB) fordert deshalb, die Energieeinsparverordnung verbraucherfreundlicher zu gestalten und vor allem die EnEV 2012 erst einmal auszusetzen, bis die Auswirkungen der EnEV 2009 erkennbar und messbar sind. "Erst dann k\'f6 nnen wir die Praxisauswirkungen verl\'e4sslich beurteilen", konstatiert Thomas Penningh. "Zur Zeit nehmen viele Bauherren geplante Sanierungen oder Neubauten gar nicht mehr in Angriff. Sie sind verunsichert und re chnen kritisch nach, wie lange sie mit der alten Substanz einfach weiterleben k\'f6nnen. Dabei erscheinen ihnen oft die erh\'f6hten Energiekosten leichter zu verkraften als die teuren, komplizierten Sanierungen." \par \par "Das kann aber nicht im Sinne der Regierung sei n", mahnt der VPB-Vorsitzende, "denn wir brauchen nicht nur 400.000 neue und sanierte Wohnungen im Jahr, sondern Bau und Sanierung bringen auch Arbeit und Steuergeld." Sogar in der aktuell schlechten Lage sind knapp eine halbe Million Menschen am Bau besc h\'e4ftigt. Der Staat profitiert davon durch Steuern und Sozialabgaben in H\'f6he von rund 13 Milliarden Euro. K\'f6nnte die Baut\'e4tigkeit angekurbelt werden, auf die demografisch n\'f6tigen 225.000 Neubauwohnungen, k\'f6nnte Vater Staat zus\'e4 tzliche Einnahmen von 20 Milliarden Euro einstreichen und 745.000 Menschen mehr h\'e4tten sichere Besch\'e4ftigung - und die Umweltziele w\'fcrden umgesetzt. \par \par Der VPB fordert deshalb gemeinsam mit weiteren Spitzenverb\'e4nden der Wohnungs- und Bauwirtschaft zehn Punkte f\'fcr den Wohnungsbau. Dazu z\'e4hlen unter anderem die verl\'e4ssliche Fortf\'fc hrung der KfW-Programme in weiter vereinfachter Struktur sowie die Absetzbarkeit von Handwerker- und Beraterleistungen. Gerade der letzte Punkt ist ein wichtiges Anliegen des VPB. \par \par \par "Damit die energetischen Vorgaben bei der Sanierung auch erreicht werden und nicht durch mangelhafte Bauausf\'fchrung wieder verpuffen, brauchen Bauherren und Sanierer unabh\'e4ngige Beratung. Diese Baubegleitung, die erst ansatzweise gef\'f6 rdert und gefordert wird, muss ausgeweitet werden und steuerlich absetzbar sein." \par \par "Alles in allem muss der Staat die Wohnungsbauf\'f6rderung einfacher und verl\'e4sslicher gestalten und die Ziele m\'fcssen finanzierbar sein. Die Berechnungen der Experten zeigen dabei, dass sich diese Ma\'dfnahmen sogar durch Steuerein nahmen und ein Mehr an Arbeitspl\'e4tzen leicht finanzieren lie\'dfen. Unterbleiben diese dringend notwendigen Ma\'dfnahmen, sch\'fcrt die Regierung nur die Wohnungsnot, und die erhofften CO2-Einsparungen r\'fccken in weite Ferne."}{\insrsid14580265 \par }{\insrsid5929566 \par }\pard \ql \li0\ri-288\widctlpar\faauto\adjustright\rin-288\lin0\itap0\pararsid14580265 {\insrsid9774853 \par }\pard \ql \li0\ri-288\widctlpar\faauto\adjustright\rin-288\lin0\itap0 {\insrsid9109639 Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesb\'fcro, Chausseestra\'df e 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de. \par }}