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Asbestfasern k\'f6nnen Krebs ausl\'f6sen. Das ist seit etw a 30 Jahren bekannt. Deshalb wird der in den Nachkriegsjahren weit verbreitete Baustoff Asbest heute nicht mehr verwendet. "Allerdings ist Asbest noch in vielen Altbauten versteckt", erinnert Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren ( VPB). "Sp\'e4testens bei gr\'f6\'dferen Instandhaltungsarbeiten kommt das Problem wieder ans Tageslicht und muss dann ein f\'fcr alle Mal fachgerecht gel\'f6st werden". \par \par "In den vergangenen Jahren wurden vor allem Nachkriegsh\'e4user vererbt und von den neuen Eigent\'fcmern saniert. Fassadenverkleidungen und Dachdeckungen aus Asbest mussten dabei h\'e4ufig entsorgt werden", res\'fc miert Baufachmann Penningh. "Nun bauen viele \'e4ltere Ehepaare, deren Kinder das Nest verlassen haben, ihr Familienhaus zum barrierearmen Alterssitz um. Auch sie haben es oft mit Asbest und anderen gesundheitssch\'e4 dlichen Baustoffen zu tun. Bis in die 1980er Jahre hinein wurde Asbest verbaut, in Fassaden, D\'e4chern, D\'e4mmstoffen und Klebern. Bis 1991 durfte es noch in Form von Asbestzementprodukten eingebaut werden. "Auch relativ neue H\'e4user k\'f6 nnen durchaus betroffen sein", warnt Architekt Penningh. \par \par Dabei ist Asbest nur einiges von mehreren Problemen. Die Erkenntnisse \'fcber fr\'fcher beliebte Baumaterialien, die sich im Nachhinein als sch\'e4dlich erweisen und eventuell sogar Krebs ausl\'f6sen k\'f6 nnen, mehren sich. Parallel dazu haben Wissenschaftler Untersuchungs- und Messmethoden entwickelt und verbessert, mit denen Fachleute diese Gefahren erkennen k\'f6nnen. Deshalb r\'e4t der VPB grunds\'e4tzlich: Wer sein Haus umbauen m\'f6 chte, der sollte zun\'e4chst immer ein Gutachten vom Sachverst\'e4ndigen machen lassen, damit er wei\'df, was auf ihn zukommt. So beh\'e4lt er nicht nur die Kosten im Griff, sondern er erf\'e4hrt auch rechtzeitig von m\'f6glicherweise n\'f6 tigen Asbest- oder Schadstoffsanierungen. Vor allem, wer den Umbau oder die Renovierungsarbeiten selbst erledigen m\'f6chte, der sollte auf das Gutachten nicht verzichten, sonst \'fcbersieht er unter Umst\'e4nden schwerwiegende Probleme und untersch\'e4 tzt deren gesundheitliche Folgen. \par \par "Schadstoffe werden inzwischen vom Gesetzgeber sehr ernst genommen", mahnt Verbrauchersch\'fctzer Penningh. "Das sollten private Bauherren auch tun!" Der Ausbau von asbesthaltigen Bauteilen ist kein Job f\'fc r den Heimwerker. Im Gegenteil: Der Bauherr ist verpflichtet, Spezialfirmen damit zu beauftragen. Auch die Entsorgung und Lagerung des Baustoffes nach dem Ausbau wird genau dokumentiert. "Den Umgang mit Asbest sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen", warnt der VPB-Vorsitzende. \par \par Dies gilt besonders f\'fcr Verk\'e4ufer. Wer sein Haus ver\'e4u\'dfern m\'f6chte und wei\'df oder auch nur den begr\'fcndeten Verdacht hegt, in der Immobilie k\'f6nnten gesundheitsgef\'e4 hrdende Stoffe verbaut worden sein, der muss dies dem Kaufinteressen mitteilen - und zwar ungefragt. Dazu ist er verpflichtet. Unterl\'e4sst er dies, dann kann er zur Zahlung der Sanierungskosten verurteilt werden. So entschied j\'fcngst der Bundesgerichtshof (BGH) den Fall eines asbestverkleideten Hauses aus dem Baujahr 1980 (Az.: V ZR 30/08). \par \par Bei aller Problematik noch eine gute Nachricht: Wer sein altes Haus saniert und dabei die Asbestfassadenverkleidung aus den Wirtschaftswunderjahren durch Putz oder eine gesundheitlich unbedenkliche Verkleidung ersetzt, der kann diese Bauma\'df nahme unter bestimmten Umst\'e4nden als au\'dfergew\'f6hnliche Belastung in der Einkommensteuer geltend machen. Voraussetzung f\'fcr die Steuerersparnis ist allerdings ein amtliches Gutachten, das die Gesundheitsgef\'e4 hrdung der Bewohner durch die Asbestverkleidung an der Fassade feststellt. Zust\'e4ndig f\'fcr die Formalit\'e4ten sind die \'f6rtlichen Bauaufsichts\'e4mter und das Finanzamt. Auch hier hilft der unabh\'e4ngige Sachverst\'e4ndige zun\'e4 chst bei der Einsch\'e4tzung der Lage.}{\insrsid2964677 \line }{\insrsid2428791 \par }\pard \ql \li0\ri-288\widctlpar\faauto\adjustright\rin-288\lin0\itap0 {\insrsid9109639 \par Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesb\'fcro, Chausseestra\'dfe 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de. \par }}